So sehr ich weiß, dass Gott uns liebt, so sehr klingt sein Wort an manchen Stellen hart. So sagt es klar, dass Gott uns nie dazu zwingen würde, dass wir uns für ihn entscheiden, aber dass diese Entscheidung für ihn oder gegen ihn, weitreichende Konsequenzen hat.
Manche denken, das Leben wäre dazu da, so erfolgreich wie möglich zu sein, so viel Geld anzuhäufen, wie man eben anhäufen kann – oder Macht oder Ansehen. In Wahrheit geht es im Leben aber nicht um den Erwerb von Dingen oder das Erreichen von Zielen. Im Leben geht es darum, Gott kennenzulernen – den Gott, der dich liebt und dich für einen bestimmten Zweck geschaffen hat.
Du lebst nicht wirklich. Du lebst erst dann wirklich, wenn du im Reinen mit Gott bist. Du bist mit Gott verbunden.
Doch das ist nicht nur für das Leben hier auf Erden gut; die Bibel besagt, dass Gerechtigkeit der Weg zur Unsterblichkeit ist. Mit anderen Worten: Es ist der Weg in den Himmel. Und worauf es ankommt, ist dies: Gott wird dich nicht zwingen, in den Himmel zu kommen. Es ist eine Entscheidung.
Schon der alte Mose hat im Namen Gottes verkündet: „Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Der Himmel und die Erde sind meine Zeugen. Wählt doch das Leben, damit ihr und eure Nachkommen am Leben bleiben!“ (5. Mose 30,19).
Du entscheidest dich dafür, zu Gottes Bedingungen in den Himmel zu kommen. Gott hat den Himmel als einen Ort für seine Kinder geschaffen, die er liebt; er möchte, dass du für immer und ewig bei ihm bist.
Gott hat weitreichende Pläne für dein Leben. Er möchte, dass du im Himmel bist, aber er wird dich nicht dazu zwingen. Deshalb stellt Gott dich vor die Wahl. Du kannst dein Leben in Verbundenheit mit ihm oder getrennt von ihm verbringen.
Du hast die Wahl. Du kannst dich gegen Gott auflehnen. Du kannst Gott dein ganzes Leben lang ignorieren. Du kannst so tun, als gäbe es Gott nicht. Du kannst Gott den Gehorsam verweigern.
Du kannst Gott gegenüber gleichgültig sein. Und weißt du, was Gott zu dir sagen wird – ganz nach dem Motto, das Burger King 1974 berühmt gemacht hat? „Have it your way“ (Mach es auf deine Art).
Gott zwingt niemanden, ihn zu lieben, denn Liebe ist keine Liebe, wenn sie erzwungen wird. Gott lässt dir also die Wahl – auch wenn du sagst: „Ich will Gott nicht lieben. Ich will nicht für Gott leben.“
Ich möchte mein eigenes Leben leben.
Das einzige Problem ist: Eines Tages wirst du vor Gott stehen, und Gott wird sagen, dass du auf Erden keine Verbindung zu Ihm gesucht hast. Du wolltest Ihm auf Erden nicht nahe sein – warum solltest Du Ihm nun in der Ewigkeit nahe sein wollen?
Entscheide dich so, wie du willst, und du wirst auf ewig von Gott getrennt sein. Warum sollte jemand sagen: „Ich möchte mein ganzes Leben getrennt von Gott verbringen, aber wenn ich sterbe, möchte ich in Gottes Gegenwart und Liebe sein“?
Letztendlich wird Gott in beiden Fällen einfach sagen: „Soll es so sein, wie du willst“ – und wenn du nicht in den Himmel kommst, dann ist das deine Entscheidung.
Du kannst Gott dafür nicht verantwortlich machen.
Gott sagt: „Ich habe dir die Wahl gelassen, mir nahe zu sein, mit mir verbunden zu sein und eine Beziehung zu mir zu pflegen – aber entscheide dich selbst“, denn Er möchte, dass du dich aus freiem Willen dafür entscheidest, Ihn zu lieben.
Im Buch der Sprüche heißt es: Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben, auf ihrem Weg gibt es keinen Tod. Morgen werden wir uns anschauen, was die „Gerechtigkeit“ bei Gott bedeutet und wie man „gerecht“ vor Gott wird.
Herausforderung für heute: Nimm dir fünf Minuten Zeit und beantworte ehrlich die Frage: Welche Rolle spielt Gott momentan tatsächlich in meinem Leben – eine Hauptrolle, eine Nebenrolle oder gar keine Rolle?
Sei gesegnet!
„Die wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens treffen wir nicht mit dem Verstand allein, sondern mit dem Herzen.“ — Alfred Adler


