Was denkst du, musst du „leisten“, um Gott zu gefallen? Diese Frage habe ich mir – besonders, als ich frisch im Glauben war – oft gestellt. Wie muss ich mich verhalten? Was darf ich tun – und was lieber lassen –, damit Gott wohlwollend auf mich und mein Leben schaut?
„Du kannst dir Gottes Liebe nicht verdienen“, sagte damals eine ältere Schwester zu mir. „Seine Liebe zu dir ist immer gleich!“ „Aber irgendetwas muss ich doch tun können!“, antwortete ich. Sie lächelte und sagte: „Das, was Gott am meisten an dir schätzt, ist, wenn du ihm vertraust.“
Und sie hatte recht. Im Hebräerbrief heißt es: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“ (Hebräer 11,6).
Gott kennt unsere Stärken – und unsere Schwachpunkte. Ihn beeindruckt nicht unsere Perfektion, sondern unser Vertrauen. Er weiß: Wenn wir glauben, setzen wir Kräfte frei, die weit über unsere Möglichkeiten hinausgehen.
Ich erinnere mich an eine Frau, die an Krebs erkrankt war. Die Ärzte gaben ihr kaum Hoffnung. Sie sagte zu mir: „Wenn ich die Hoffnung verliere, kann ich gleich einpacken. Aber wenn ich das feste Ziel habe, gesund zu werden, dann steigen meine Chancen enorm!“ Und sie wurde tatsächlich gesund.
Glaube bedeutet: Ich halte fest an dem, was ich noch nicht sehe. Ich gehe Schritte, obwohl ich nicht weiß, wohin sie führen. Ich setze Ziele, die größer sind als das, was ich aus eigener Kraft schaffen kann.
Wenn du kein Ziel hast, ist dein Ziel automatisch, so zu bleiben, wie du bist – oder dich sogar zu verschlechtern. Wenn du aber vorwärtskommen möchtest – gesünder, liebevoller, mutiger werden willst – brauchst du ein Ziel, das Gott dir aufs Herz legt.
Mir hat einmal jemand gesagt: „Wenn du etwas erreichen willst, stecke dein Ziel nicht zu niedrig. Frag Gott, was er mit dir vorhat – und richte dich danach aus.“
Denn genau das bringt dich an den Punkt, an dem du merkst: Ich kann das nicht allein. Und dort beginnt echter Glaube. Glaube ist nicht Theorie – er ist gelebtes Vertrauen. Du hast Gott noch nicht wirklich geglaubt, solange du nichts unternommen hast, was ohne seine Kraft unmöglich wäre.
Wenn du also wissen willst, was Gott wirklich begeistert – es ist nicht dein Perfektionismus.
Es ist dein Vertrauen.
Herausforderung für heute: Frag Gott heute: „Wo möchtest du, dass ich dir mehr vertraue – und weniger kontrolliere?“ Vielleicht zeigt er dir einen Bereich, in dem du loslassen darfst – und anfangen, mutig zu glauben.
Sei gesegnet!
„Vertrauen ist der Mut, loszulassen, bevor man sieht, wohin man fällt“ (Unbekannt).


