Stell dir vor, du steigst in ein Auto, aber du sitzt nicht am Steuer. Jemand anderes fährt – und du hast nicht mal geschaut, ob dieser Mensch einen Führerschein hat. Klingt verrückt? Genau das tun viele von uns jeden Tag mit ihrem Leben. Wir setzen Menschen auf den Beifahrersitz, aber unbemerkt überlassen wir ihnen das Steuer. Sie bestimmen das Tempo, die Richtung und schließlich auch, an welchem Abgrund oder an welchem Ziel wir ankommen.
Die Bibel drückt das in Sprüche 13,20 glasklar aus: „Wer sich zu Klugen gesellt, wird klug; wer sich mit Dummköpfen befreundet, ist am Ende selbst der Dumme.“ Und Paulus warnt uns in 1. Korinther 15,33: „Macht euch nichts vor! »Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.« “
Hier ist der fundamentale Grundsatz für heute: Freundschaften sind niemals neutral. Es gibt keine Beziehungen, die einfach nur da sind und nichts bewirken. Entweder ziehen sie dich näher zu Gott, oder sie ziehen dich schleichend von ihm weg. Du bist die Summe der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Wenn du wissen willst, wie deine geistliche Zukunft in fünf Jahren aussieht, schau dir deinen engen Freundeskreis an.
Die 3 „Umfeld-Checks“
Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir alle einen regelmäßigen Beziehungs-TÜV. Deshalb lade ich dich ein: Nimm dir einen Stift und einen Zettel und lass den Heiligen Geist deinen innersten Kreis durchleuchten.
1. Wer prägt meine Werte? Investierst du mehr Zeit in Menschen, die Gott lieben und seine Perspektive teilen, oder in solche, die ihn komplett ignorieren? Werte sind ansteckend. Wenn du dich ständig mit Menschen umgibst, für die Ehrlichkeit, Reinheit und Hingabe an Jesus Fremdwörter sind, wirst du müde werden, diesen Weg weiterzugehen. Werte werden nicht durch Predigten geformt, sondern durch die Gesichter, die wir täglich sehen. Freundschaften sind keine Freizeitoption – sie sind das Navigationssystem deiner Zukunft.
2. Wer raubt meine Energie? Welche Beziehungen hinterlassen dich geistlich und emotional völlig ausgelaugt? Es gibt Menschen, die sind wie emotionale Staubsauger. Sie saugen jede Freude, jedes Vertrauen und jeden Funken Glauben aus dir heraus. Jesus hat uns geliebt, aber selbst er hat sich manchmal zurückgezogen, um neue Kraft zu tanken. Du musst erkennen, wer dir Energie gibt und wer sie dir stiehlt. Du kannst nicht verhindern, dass manche Menschen deinen Weg kreuzen, aber du entscheidest, wer auf dem Beifahrersitz Platz nimmt.
3. Habe ich Menschen um mich herum, die mich ermutigen, über mich hinauszuwachsen? Echte Freunde klatschen nicht nur Beifall, wenn du bequem sitzen bleibst. Sie spornen dich an, im Glauben tiefer zu graben, mutiger zu beten und die Komfortzone zu verlassen. Wer keinen hat, der seinen Glauben fordert, dessen Glaube fängt an zu rosten.
Herausforderung für heute Geh heute Abend in die Stille und schau dir die Kontakte auf deinem Handy an. Nimm die fünf Menschen, mit denen du in dieser Woche die meiste Zeit verbracht hast, und stelle ihnen im Gebet die drei Umfeld-Checks. Frage Gott ganz direkt: „Herr, tut mir dieser Mensch gut? Zieht er mich zu dir oder zieht er mich runter?“ Sei mutig genug, Konsequenzen zu ziehen.
Sei gesegnet!
„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ — Jim Rohn


