Ein Freund von mir hat mir neulich ein kleines Bildchen geschickt. Darauf stand:
25./26. Dezember – Weihnachten.
27.–30. Dezember – die Leere, absolut niemand weiß, welcher Tag es ist.
31. Dezember – Silvester.
1. Januar – Neujahr.
2. Januar – die Realität schlägt zu.
Wenn wir ehrlich sind: Da ist ziemlich viel Wahrheit drin.
Ich persönlich liebe diesen Übergang in ein neues Jahr. Genauso wie ich es liebe, morgens den neuen Tag anbrechen zu sehen. Beides erinnert mich daran, dass Gott kein Gott des Stillstands ist, sondern ein Gott der Neuanfänge. Einer, der nicht sagt: „So, das war’s jetzt“, sondern: „Siehe, ich mache alles neu.“
Passender könnte die Jahreslosung kaum sein: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)
Gott kann aus dem Nichts etwas Großartiges schaffen – so wie ein Töpfer aus einem unscheinbaren Klumpen Erde ein Kunstwerk formt. Und ja: Gott kann wirklich alles neu machen. Selbst dann, wenn dein vergangenes Jahr dunkel, anstrengend oder schmerzhaft war.
Das Erste, woran Gott arbeiten möchte, ist nicht dein Terminkalender, nicht dein Lebenslauf und auch nicht deine To-do-Liste. Es ist dein Herz. Er sieht unsere Verletzungen, unsere Zerbrochenheit, unsere Schuld und die dunklen Flecken, über die wir selbst am liebsten hinwegsehen würden. Aber er sagt nicht: „Bring das erst in Ordnung, dann reden wir.“
Er fragt:
„Darf ich es neu machen?“
„Darf ich es heilen?“
„Darf ich es leicht machen?“
Das erinnert an den Anfang der Bibel. Gott spricht in die Dunkelheit hinein – und es wird Licht (1. Mose 1,3). Genau das kann er auch heute noch tun. Auch in deinem Leben.
David wusste das. Nach seinem eigenen moralischen und geistlichen Chaos betet er: „Gott, erschaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, aufrichtigen Geist“ (Psalm 51,12).
Ich kenne viele Menschen – mich eingeschlossen –, die ihr Chaos Gott überlassen haben. Sie sind nicht plötzlich perfekt geworden, aber sie lassen sich nicht mehr nur von Umständen, Gefühlen oder alten Mustern bestimmen. Sie haben erkannt: Jesus hält echte Lösungen bereit. Neues Leben. Neuanfänge. Und das nicht nur zum Jahreswechsel.
Paulus ist dafür ein starkes Beispiel. Vom Christenverfolger zum leidenschaftlichen Nachfolger Jesu. Er schreibt: „Gott allein hat es möglich gemacht, dass ihr in Christus Jesus seid. Er ist uns von Gott zur Weisheit geworden, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung“ (1. Korinther 1,30).
Ich weiß nicht, wie dein vergangenes Jahr war. Aber ich weiß: Gott kann auch in dein Chaos sprechen. Er möchte dir Hoffnung schenken, neue Kraft und eine neue Richtung. Er will keine Nebenrolle in deinem Leben spielen – er möchte führen.
Herausforderung für heute: Lies den Satz Psalm 51,12 durch und lerne ihn an Besten auswendig. Wenn du bereit bist, dich Gott zu unterstellen, ihm das Ruder in die Hand zu geben, ihm die Führung zu überlassen, dann sprich, was David schon gesprochen hat: „Gott, erschaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, aufrichtigen Geist.“ Und dann bete: „Gott, gib mir einen Neuanfang in meinem Leben, lass mich aus all dem Chaos heraus neu beginnen.“ Ich liebe Neuanfänge, du auch?
Sei gesegnet!
„Jeder neue Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ (Hermann Hesse).


