Geld ist faszinierend. Es kann Türen öffnen, Träume ermöglichen, Rechnungen bezahlen – und gleichzeitig unser Herz festhalten wie kaum etwas anderes. Jeder von uns kennt dieses Gefühl: Die Kollekte geht herum, jemand bittet um eine Spende … und plötzlich spüren wir, wie etwas in uns eng wird. Fast so, als hätte das Portemonnaie einen eigenen Puls.
Wir reden nicht gern darüber, aber Besitz hat eine unglaubliche Macht über uns. Nicht erst heute. Jesus sagt es glasklar: „Niemand kann zwei Herren dienen … Ihr könnt nicht Gott und dem Geld zugleich dienen.“ (Lukas 16,13)
Nicht, weil Geld schlecht wäre. Sondern weil Geld sofort zum Götzen wird, wenn es unser Vertrauen ersetzt. Wenn wir uns an Euro statt an Ewigkeit festhalten.
Gleichzeitig ruft Jesus uns dazu auf, sorgsam und klug mit Geld umzugehen. In Lukas 16,1 heißt es, der Verwalter habe den Besitz seines Herrn „verschleudert“. Das griechische Wort beschreibt ein wahlloses Wegwerfen – als wäre das, was er hatte, wertlos.
Ein starkes Bild. Denn egal, was wir besitzen: Letztlich ist es ein Geschenk Gottes. Ja, du hast gearbeitet. Ja, du warst fleißig. Aber Gott war es, der dir Möglichkeiten schenkte, Türen öffnete, deine Gesundheit erhielt, dir Talente gab. Du hättest genauso gut in einer Hütte in der Sahara geboren werden können – wurdest du aber nicht.
Alles, was wir haben, ist Leihgabe. Und Gott nimmt Verwaltung ernst. Er vertraut uns Ressourcen an – Zeit, Geld, Fähigkeiten –, damit wir sie für ihn einsetzen und nicht in der Illusion leben, sie würden uns gehören oder uns schützen.
Denn Besitz ist fragil. Ein Job kann enden. Gesundheit kann wegbrechen. Ein Unfall, ein Diebstahl, ein wirtschaftlicher Einbruch – und vermeintliche Sicherheit zerfällt. Genau das erlebt der Verwalter in Lukas 16,3: „Was soll ich nun tun? Hier kann ich nicht mehr arbeiten.“
Das ist ein Satz, den viele Menschen erst sagen, wenn es zu spät ist. Aber Jesus führt uns an einen anderen Punkt: Wahre Sicherheit liegt nicht in dem, was du hast, sondern in dem, was dir niemand nehmen kann.
Und das ist nur eins: Gottes Liebe.
Wenn du darauf baust, wirst du frei. Frei, zu geben. Frei, zu teilen. Frei, großzügig zu leben. Nicht, weil du so viel hast – sondern weil du weißt, dass du gehalten bist.
Was dich nicht erfüllt, ist Geld. Was dich erfüllt, ist Gott. Jesus formuliert es unmissverständlich: „Hütet euch vor der Habgier! … Das Leben kann man sich damit nicht kaufen.“ (Lukas 12,15)
Warum? Weil wir Menschen nie genug bekommen. Es gibt kein Limit, an dem wir sagen: „Jetzt reicht’s, jetzt bin ich vollkommen glücklich.“ Deshalb schreibt Salomo so realistisch: „Wer geldgierig ist, bekommt nie genug … Auch das Streben nach Reichtum ist vergebens!“ (Prediger 5,9)
Geld kann dir vieles kaufen – aber nie Identität. Nie Sicherheit. Nie Ruhe im Herzen. Nie Freude.
Das kann nur Jesus.
Herausforderung für heute: Prüfe ehrlich: Woran hängt dein Herz – an Gott oder am Geld? Bitte Gott, dass er dir eine neue Freiheit im Geben schenkt. Überlege, wie du heute bewusst großzügig sein kannst – auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist.
Sei gesegnet!
„Reichtum besteht nicht darin, große Besitztümer zu haben, sondern wenige Wünsche“ (Epiktet).


