Mann steht an einer Bergkante

Mit erhobenem Haupt – weil Gott an deiner Seite steht

Jürgen Ferrary
10. Dezember 2025

In einem Team ist jeder wichtig. Doch der Coach hat eine besondere Rolle – nicht nur, weil er die Spielzüge entscheidet oder die Auswechslungen vornimmt. Ein guter Coach sieht die Spieler. Er baut sie auf, gibt ihnen Mut, stärkt ihr Selbstvertrauen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Mannschaften aussehen können, wenn sie in eine Auszeit gehen: Schultern hängen, Blicke gehen zu Boden, die Körpersprache schreit: „Das wird nichts mehr.“ Und dann, wenige Minuten später, kommen sie zurück aufs Feld – aufgerichtet, mit erhobenem Kopf, voll neuer Energie. Nichts am Spielstand hat sich verändert. Aber sie haben sich verändert.

Oft dreht genau dieser Moment ein Spiel. Nicht, weil plötzlich jemand übermenschlich gut spielt, sondern weil die Spieler wissen: „Wir können das. Wir gehören hierher. Unser Coach glaubt an uns.“

Wäre das nicht großartig für unser eigenes Leben?
Wenn wir jemanden hätten, der uns in schwierigen Momenten aufrichtet, uns in die Augen schaut und sagt: Ich glaube an dich. Du schaffst das.“

Die gute Nachricht ist: Du hast genau so jemanden. Aber wir vergessen das so schnell.

Wir leben manchmal, als würde Gott von oben herab auf uns schauen – mit verschränkten Armen, bereit, uns nach dem nächsten Fehler auf die Bank zu setzen. So als würde er darauf warten, dass wir etwas falsch machen. Oft genug laufen wir durchs Leben und denken: „Gott kann mit mir nichts anfangen. Ich bin nicht gut genug.“

Aber das sind Lügen. Lügen, die uns klein machen. Denn die Bibel zeichnet ein völlig anderes Bild. Gott ist dein größter Fan. Der Hebräerbrief sagt: „Der Herr steht zu mir; deshalb fürchte ich mich nicht. Was können mir Menschen tun?“ (Hebräer 13,6)

Gott stellt sich zu dir. Er ist nicht der distanzierte Beobachter, sondern dein Helfer. Dein Verbündeter. Dein größter Unterstützer.

Was würde passieren, wenn wir wirklich glauben würden, dass Gott an unserer Seite ist?
Dass er uns nicht nur toleriert, sondern stärkt?
Dass er uns nicht fallen lässt, sondern uns durchträgt?

Ich glaube, es würde unsere ganze Haltung verändern.
Unsere Schwere würde leichter werden. Unser Blick klarer. Unsere Schritte mutiger.

Ein Glaube, der weiß: „Gott ist bei mir, und Gott ist für mich“, verändert die Perspektive auch auf schwierige Phasen. Nicht, weil plötzlich alles einfach wird. Sondern weil du weißt, dass du nicht allein bist.

Vielleicht kämpfst du gerade mit Herausforderungen in der Arbeit, in deiner Familie, in deiner Ausbildung, im Studium oder im Ruhestand. Vielleicht hast du das Gefühl, dass das Leben dir eher Druck macht als Mut. Aber was, wenn Gott dich heute genau wie ein guter Coach in die Auszeit ruft?
Nicht, um dich zu kritisieren, sondern um dich aufzurichten?

Was, wenn er dir ins Herz spricht: Ich stehe zu dir. Du musst dich nicht fürchten. Ich bin dein Helfer.“ Das verändert nicht sofort die Umstände – aber es verändert dich mitten in den Umständen.

Herausforderung für heute: Schau einmal bewusst auf dein Leben – egal, in welcher Phase du gerade steckst. Versuche die Situationen in deinem Alltag einmal mit der Zuversicht zu betrachten, dass Gott über dir wacht. Als dein Helfer. Dein Retter. Dein Freund.

Bete darum, dass Gott dir ein neues Selbstbewusstsein schenkt – eines, das nicht auf deiner Leistung beruht, sondern auf seiner Nähe. Und dann geh in deinen Tag wie ein Spieler nach einer richtig guten Auszeit: mit erhobenem Haupt.

Sei gesegnet!

„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ (Demokrit).

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