Mann steht an einem Erdloch

Herr deiner Gefühle

Jürgen Ferrary
13. November 2025

Gefühle sind ein Geschenk Gottes. Sie sind nichts Schlechtes – im Gegenteil! Gefühle machen dich menschlich. Sie lassen dich lieben, mitfühlen, lachen, weinen und begeistern. Aber Gefühle haben auch Macht: Sie können dein Leben zum Guten oder zum Schlechten beeinflussen. Sie steuern deine Schritte, prägen deine Beziehungen und entscheiden mit darüber, ob du ein erfülltes Leben führst oder nicht.

Darum ist es so wichtig, richtig mit ihnen umzugehen – auf sie zu hören, ohne dich von ihnen kontrollieren zu lassen. Denn du sollst Herr deiner Gefühle sein, nicht umgekehrt.

Die Gefahr ist: Gefühle können täuschen. Ich bin ein Mensch, der oft auf sein Bauchgefühl hört. Meist geht das gut – aber manchmal auch ordentlich daneben. In Sprüche 14,12 heißt es: „Vor jedem Menschen liegt ein Weg, der richtig zu sein scheint, aber dennoch in den Tod führt.“

Nicht jedes Gefühl zeigt dir die Wahrheit. Deine Intuition kann trügen, deine Emotionen dich in die Irre führen. Du kannst dich nicht auf alles verlassen, was du fühlst! Deshalb musst du auch nicht alles akzeptieren, was du fühlst.

Wenn du deine Emotionen nicht steuerst, werden sie dich steuern. Und das geschieht schneller, als man denkt. Gefühle sind leicht beeinflussbar – durch andere Menschen, durch Medien, durch Stimmungen. Und auch das Böse nutzt sie. Der Widersacher Gottes arbeitet nicht selten mit Angst, Bitterkeit oder Sorgen, um Chaos in deinem Leben anzurichten.

In 1. Petrus 5,8 heißt es sehr treffend: „Seid besonnen und wachsam! Euer Feind, der Teufel, streift umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“

Was ich gelernt habe: Gott hat es schwer, in meinem Leben zu wirken, wenn meine Gefühle auf dem Thron sitzen. Wenn ich mich nur von Emotionen leiten lasse, bestimme nicht mehr ich – und auch nicht Gott –, sondern meine momentane Stimmung.

Paulus bringt es auf den Punkt: „Wenn du dich von deiner menschlichen Natur bestimmen lässt, führt das zum Tod. Doch wenn der Heilige Geist dich bestimmt, bedeutet das Leben und Frieden“ (Römer 8,6).

Darum: Lass nicht zu, dass deine Gefühle dein Leben regieren. Lass Gott deine Gefühle führen!

Wusstest du, dass Studien zeigen, dass der emotionale Quotient (EQ) oft entscheidender für Erfolg im Leben ist als der IQ? Ich wollte das erst nicht glauben – aber dann fiel mir auf, wie oft ein einziger wütender Satz, eine impulsive Reaktion oder ein unüberlegter Post Dinge kaputtmachen kann: Beziehungen, Vertrauen, Chancen.

Die Bibel drückt das drastisch aus: „Wer sich nicht beherrschen kann, schaufelt sich sein eigenes Grab, ja, in seiner großen Dummheit läuft er direkt hinein“ (Sprüche 5,23).

Mir hat einmal jemand gesagt: „Wenn du Jesus dein Leben gibst, gehört dein Herz dazu. Wenn er Herr deines Lebens ist, sollte er auch Herr deiner Gefühle sein.“

Das hat mich damals erschreckt – aber es stimmt! Wenn Jesus in deinem Leben regiert, dann darf er auch bestimmen, wie du auf Dinge reagierst, wie du fühlst und wie du mit deinen Emotionen umgehst

1. Petrus 4,2 sagt: „Den Rest eures Lebens sollt ihr nicht mehr von selbstsüchtigen Leidenschaften bestimmen lassen, sondern den Willen Gottes tun.“ Wenn du lernst, deine Gefühle in Gottes Hände zu legen, wird er sie ordnen, heilen und gebrauchen, um dich und andere zu segnen.

Herausforderung für heute: Überlege heute ehrlich: In welchen Bereichen deines Lebens haben deine Gefühle die Kontrolle übernommen? Ärger, Angst, Enttäuschung, Stolz? Sprich mit Jesus darüber – und bitte ihn, deine Emotionen zu leiten und sie zum Guten zu gebrauchen.

Sei gesegnet!

„Beherrsche deine Emotionen – sonst beherrschen sie dich“ (Epiktet).

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