Gestern habe ich von Andreas erzählt – einen Mann, der nach dem Überfall der Hamas Israel verlassen hat und nun auf Zypern mit seiner Familie ein Trauma-Zentrum aufbauen möchte. Seine Geschichte und sein Vertrauen auf Gott faszinieren mich.
Eines Abends saßen wir zusammen – Pizza, Meerblick, laue Luft. Ich fragte ihn: „Wie finanziert ihr das alles hier?“
Am Anfang hatten sie ein bisschen Puffer, weil sie ihr Haus in Deutschland verkauft hatten. Aber ich dachte: Wie lange reicht das? Wie baut man so etwas Großes auf, wenn man auf einer Insel neu beginnt?
Andreas lächelt nur, ruhig und voller Frieden: „Gott wird uns versorgen. Er wird uns geben, was wir brauchen.“ Seine Worte trafen mich. Ich musste sofort an Psalm 23 denken: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
Andreas ist überzeugt: Wenn Gott wirklich will, dass dieses Zentrum entsteht, dann wird er alles bereitstellen – Geld, Bauhelfer, Seelsorger, Türen, die sich öffnen.
Ich glaube, er hat recht. Denn die Hauptursache für Stress in unserem Leben sind Sorgen. Sorgen entstehen, wenn wir uns fragen: Werde ich das haben, was ich brauche, wenn ich es brauche?
Wie oft haben wir uns auf Menschen verlassen – und wurden enttäuscht? Wie oft auf unsere Planung – und mussten feststellen, dass sie nicht trägt?
Andreas’ Vertrauen erinnerte mich daran: Das Gegenmittel zu Stress ist Vertrauen – Vertrauen, dass Gott sorgt. Nicht immer so, wie wir es wollen, aber so, wie wir es brauchen.
Manchmal sagt Gott auch: „Halt. Das ist nicht dein Weg. Deshalb erlebst du gerade Mangel.“Aber selbst dann bleibt er der Hirte, der weiß, wohin er führt.
Ich kenne viele Menschen, die ihre Erfüllung in ihrem Beruf finden. Aber was, wenn der Job wegfällt? Dann fällt oft auch ihr Frieden. Andere suchen Sicherheit in Beziehungen. Aber was, wenn der Mensch, an den du dich bindest, plötzlich nicht mehr da ist?
Wieder andere setzen ihr Vertrauen auf Geld, Versicherungen, Besitz. Doch nichts ist so zerbrechlich wie diese Sicherheiten. Eine Krise, ein Schicksalsschlag – und alles kann sich ändern.
Andreas sagte sinngemäß: „Du kannst alles verlieren – deinen Job, dein Geld, ja sogar deine Familie. Aber eines verlierst du nie: Jesus. Er bleibt. Und er wird dich versorgen.“
Wenn du deine Sicherheit auf ihn setzt, kannst du darauf vertrauen, dass Gott dir alles gibt, was du brauchst. Vielleicht nicht den Ferrari. Vielleicht nicht das große Haus. Aber genug. Immer genug.
Paulus schreibt in Römer 8,32: „Gott hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben. Wird er uns dann nicht auch alles andere schenken?“
Wenn Gott dich so sehr liebt, dass er seinen Sohn für dich gab – glaubst du dann nicht, dass er sich auch um deine alltäglichen Bedürfnisse kümmert?
Ja, er tut es. Vor allem, wenn er dich zu etwas beruft. Wenn Gott dir einen Auftrag gibt, dann wird er dich auch mit allem ausrüsten, was du brauchst. Das heißt nicht, dass du einfach nur warten sollst. Du darfst arbeiten, säen, Schritte gehen – und erleben, dass Gott mitten im Tun versorgt.
Herausforderung für heute: Jedes Mal, wenn du merkst, dass dich Stress überfällt, halte inne und sag leise: „Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.“
Schau auf ihn – nicht auf den Mangel. Er wird dich versorgen.
Sei gesegnet.
„Sorgen sind wie Schaukelstühle – sie geben dir etwas zu tun, bringen dich aber nicht vom Fleck“ (Erma Bombeck).


