Du öffnest Instagram. Jemand ist gerade im Urlaub auf Bali. Der nächste hat geheiratet. Eine andere hat ihren Traumjob bekommen. Jemand zeigt stolz sein neues Haus. Und wieder jemand postet ein Foto mit der perfekten Familie. Du legst das Handy weg – und plötzlich fühlt sich dein eigenes Leben irgendwie kleiner an. Komisch, oder?
Du hast dich gerade mit Menschen verglichen, deren Höhepunkte du gesehen hast, mit deinem ganz normalen Dienstag. Und dabei weißt du eigentlich: Das ist unfair.
Social Media zeigt uns die Highlights der anderen – und wir vergleichen sie mit unserem Alltag. Du siehst das Ergebnis, aber nicht den Weg. Du siehst das Lächeln, aber nicht die Tränen dahinter.
Und trotzdem fragst du dich: Bin ich erfolgreich genug? Sehe ich gut genug aus? Habe ich genug Freunde? Ist meine Ehe gut genug? Bin ich geistlich weit genug?
Das Problem ist: Vergleichen verändert nicht dein Leben – aber es verändert deinen Blick darauf. Auch Petrus kannte dieses Problem. Nachdem Jesus ihm gerade etwas über seine Zukunft gesagt hatte, sieht Petrus Johannes und fragt: „Was ist mit ihm, Herr?“ (Johannes 21,21). Übersetzt könnte man sagen: „Jesus, schön und gut. Aber was ist mit dem anderen? Was bekommt er? Wie sieht sein Weg aus?“
Jesus antwortet erstaunlich deutlich: „Was geht das dich an? Folge du mir nach.“ (Johannes 21,22). Autsch. Jesus sagt im Grunde: „Petrus, das ist nicht deine Aufgabe. Schau nicht ständig auf Johannes. Schau auf mich.“
Vielleicht musst du das heute auch hören. Denn solange du auf andere schaust, wirst du immer jemanden finden, der scheinbar weiter, reicher oder glücklicher ist. Aber Gott hat dir nicht aufgetragen, deren Leben zu leben. Gott hat dir dein Leben gegeben. Und vielleicht übersiehst du gerade all das Gute darin, weil du ständig darauf schaust, was bei anderen besser aussieht.
Paulus schreibt dazu: „Jeder achte genau auf sein eigenes Leben und Handeln, ohne sich mit anderen zu vergleichen“ (Galater 6,4). Das ist Freiheit: Du musst nicht besser sein als jemand anderes. Du musst nur treu mit dem umgehen, was Gott dir anvertraut hat.
Deine Herausforderung für heute: Mach heute einen kleinen Vergleichs-Detox: Leg dein Smartphone für eine Stunde bewusst weg. Und wenn du merkst, dass du dich wieder vergleichen willst, bete kurz: „Jesus, danke für das, was du mir gegeben hast. Ich will nicht deren Leben. Ich will dir in meinem Leben folgen.“ Nenne dann drei Dinge, für die du heute ganz konkret dankbar bist.
„Schau nicht ständig auf das Leben anderer. Schau auf Jesus – und geh deinen Weg mit ihm.“
Sei gesegnet.
„Der Vergleich ist der Dieb der Freude.“ — Theodore Roosevelt


