„Ich bin nicht perfekt, aber der, der vollkommen ist, arbeitet an mir.“ Perfektion ist ein hohes Ideal. Viele Menschen spüren den Druck, fehlerfrei zu sein, Erwartungen zu erfüllen und...
Mein Sohn hat seit Wochen einen Wunsch: Er will ins Gymnasium. Gar nicht so einfach – mit 15 ist das Angebot begrenzt, und oft muss man sich gleich für...
Ich musste früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Ich war ein Macher. Einer, der sich durchbeißt. Und irgendwo tief in mir hatte sich ein Satz festgesetzt: „Du musst das...
Als ich diese Andacht vorbereitet habe, bin ich über einen Satz von Pastor Tim Holladay gestolpert: „Gottes Plan der Einheit ist ein Plan, der auf Vielfalt beruht.“ Das hat mich getroffen....
Wir leben in turbulenten Zeiten. Und gefühlt wird es immer mehr: Corona, Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten, politische Lager in den USA – überall Meinungen, überall...
„Christsein zeigt sich nicht zuerst in dem, was du weißt – sondern in dem, wie du lebst,“so hieß es gestern in meinen Gedanken zum Auftanken. Christsein ist eben nicht einfach...
„Gott mit uns.“ – Eine Zusage, die trägt Wenn Hoffnung klein beginnt Ein einfacher Satz. Drei Worte. Und doch eine Zusage, die größer ist als jede Angst:„Gott mit uns.“...
Ich war 16, als ich auf einer Jugendreise die griechische Insel Samos besuchte. Eines Tages fuhren wir mit einem kleinen Boot in die Türkei, nach Kusadasi, und von dort...
Als ich 14 war, kam ich durch einen Nachbarn zu den Pfadfindern. Für mich war das eine völlig neue Welt. Plötzlich gab es feste Zeiten, Verbindlichkeit, klare Strukturen –...
In diesem Jahr war ich schon mit zwei Schulklassen im sogenannten Ostergarten der Friedenskirche. Der Ostergarten ist ein Erlebnis-Parcours mit mehreren Stationen mitten im alten Kirchsaal. Dort wird die Passions- und Ostergeschichte mit allen Sinnen erlebbar gemacht: Es gibt Szenen mit Schauspiel, passende Geräusche, Gerüche, Farben und liebevoll gestaltete Kulissen. Ein Höhepunkt ist ein mehrere Meter hoher „Berg Golgatha“. Die Kinder gehen von Station zu Station und tauchen Schritt für Schritt in die Geschichte von Jesus ein. Ich finde es beeindruckend, was diese eigentlich kleine Gemeinde auf die Beine stellt. Mit viel Herzblut und Kreativität schaffen sie einen Ort, an dem Menschen die Ostergeschichte erleben können. Und doch denke ich jedes Mal einen Gedanken. Wie schade wäre es, wenn jemand all das sieht, hört und erlebt – und es am Ende trotzdem nur wie ein Theaterstück bleibt. Eine interessante Geschichte. Ein schönes Erlebnis. Aber nicht mehr. Einer der Jünger von Jesus, Johannes, schreibt gleich am Anfang seines Evangeliums: „Allen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ (Johannes 1,12) Interessant ist, was dort nicht steht. Johannes schreibt nicht: Allen, die viel über Jesus wussten. Allen, die viele Bibelverse auswendig konnten. Allen, die religiöse Regeln perfekt einhielten. Er schreibt: Allen, die ihn aufnahmen. Dieses kleine Wort macht einen großen Unterschied. Gott hat in Jesus alles getan, was nötig ist. Er hat den Weg geöffnet. Er hat die Tür aufgestoßen. Aber durch diese Tür gehen muss jeder Mensch selbst. Glaube beginnt dort, wo Wissen persönlich wird. Ich habe neulich ein Video gesehen, in dem jemand erklärt, wie man einen High-Protein-Käsekuchen backt. Am Ende wusste ich genau, wie es funktioniert. Ich kannte das Rezept. Ich wusste, welche Zutaten man braucht. Ich habe sogar alles dafür eingekauft. Aber Hand aufs Herz: Nur weil mein Kopf das Rezept kennt und mein Kühlschrank die Zutaten enthält, steht noch lange kein fertiger Kuchen auf dem Tisch. Dafür muss ich Eier, Quark und die anderen Zutaten wirklich zusammenrühren, den Teig in die Form geben und den Kuchen backen. Erst dann kann ich probieren, ob er wirklich schmeckt. So ähnlich ist es auch mit dem Glauben. Du kannst viel über Jesus wissen – und ihm trotzdem nie persönlich begegnet sein. Du kannst mehrere Bibeln im Regal stehen haben – und trotzdem noch nie erlebt haben, dass Gott durch sein Wort zu dir spricht. Du kannst genau wissen, wie Beten funktioniert – und hast es vielleicht selbst noch nie wirklich ausprobiert. Wissen ist wichtig. Aber Wissen allein verändert kein Leben. Erst wenn wir Jesus „aufnehmen“, wird aus einer Information eine Beziehung. Es ist ein bisschen so wie beim Käsekuchen: Mein Kopf sagt vielleicht: Mit frischer Mango im Teig könnte der richtig gut schmecken. Aber sicher weiß ich es erst, wenn ich einen Bissen nehme. Genauso ist es mit Jesus. Erst wenn du ihn einlädst, erst wenn du ihm dein Vertrauen schenkst, wirst du entdecken, dass er wirklich lebt, dass er dich liebt und dass er dich zu einem Kind Gottes macht. Darum meine Frage heute: Bist du Beobachter oder Teilhaber? Bist du jemand, der viel weiß – oder jemand, der Jesus nachfolgt? Und übrigens: Diese Frage gilt nicht nur für Menschen, die mit Glauben wenig zu tun haben. Auch wir Christen geraten manchmal in die Versuchung, alles zu wissen, aber wenig zu leben. Wir sitzen auf der Couch unseres Glaubens und warten darauf, dass Gott schon irgendwie alles macht. Doch Glaube ist aktiv. Glaube sagt Ja. Glaube vertraut. Glaube geht Schritte. Glaube hört und redet mit Gott. Glaube nimmt Jesus immer wieder neu auf – mitten im Alltag. Herausforderung für heute: Frage dich heute einmal: Wo weiß ich viel über Gott – aber habe schon lange keinen Schritt mehr im Vertrauen gewagt?...









