Das alte Kirchenjahr geht zu Ende. Mit dem 1. Adventssonntag beginnt das neue Kirchenjahr.
Das neue Kalenderjahr beginnt im Januar. Unsere Monatsnamen haben wir von den alten Römern übernommen. Janus, der Gott mit den zwei Gesichtern, blickt sowohl zurück als auch nach vorn.
So ist es auch mit der Adventszeit. Advent, lateinisch für Ankunft, hat eine doppelte Bedeutung.
Zum einen ist es die Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, dabei denken wir an die Geburt Jesu Christi vor mehr als 2000 Jahren. Zugleich erinnern wir uns daran, dass er angekündigt hat, am Ende der Zeit wieder zu kommen.
Die vier Wochensprüche im Advent deuten darauf hin.
1. Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer (Sacharja 9, 9b)
2. Sehet auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht, (Lukas 21, 28)
3. Bereitet dem HERRN den Weg, denn siehe der HERR kommt gewaltig.
(Jesaja 40, 3.10)
4. Freuet euch in den Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe. (Philipper 4, 4,5b)
Zwischen dem ersten Erscheinen Jesu und der zweiten gibt es aber einen großen Unterschied.
Den Hirten wurde kundgetan: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren. (Lukas 2, 10).
Bei der Wiederkunft Jesu werden die Menschen vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen auf die ganze Erde, denn die Kräfte der Himmel und der Erde werden ins Wanken kommen.
Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn (Jesus Christus) kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. (Lukas 21, 26-27).
Das hat Jesus selbst gesagt. Darauf sollten wir uns vorbereiten, nicht nur in der Adventszeit.
Andreas Lattka für GottinBerlin
