Vielleicht kennst du diesen Moment: Du hast etwas angefangen, hast dich angestrengt, gehofft – und irgendwann kommt dieser Gedanke: „Ich kann nicht mehr.“ Nicht unbedingt, weil etwas dramatisch schiefgelaufen ist. Manchmal bist du einfach müde. Müde vom Warten. Müde von den Rückschlägen. Müde davon, immer wieder aufzustehen und wieder von vorne anzufangen.
„Das bringt doch sowieso nichts.“ „Ich schaffe das nicht.“ „Ich habe es schon so oft versucht.“ Und irgendwann klingt Aufgeben fast wie eine vernünftige Entscheidung. Aber Vorsicht: Nur weil du müde bist, bedeutet das nicht, dass du auf dem falschen Weg bist.
Vielleicht bist du einfach erschöpft.
Die Bibel ist erstaunlich ehrlich, wenn es ums Durchhalten geht. Sie tut nicht so, als wären Menschen des Glaubens ständig voller Energie. Paulus schreibt in Galater 6,9: „Lasst uns nicht müde werden, Gutes zu tun. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zur rechten Zeit die Ernte einbringen.“
Nicht aufgeben. Aber beachte: Paulus sagt nicht, dass du immer gleich schnell laufen musst. Manchmal bedeutet Durchhalten auch, langsamer zu werden. Eine Pause zu machen. Hilfe anzunehmen. Neu Kraft zu schöpfen.
Denn christliches Durchhalten bedeutet nicht, sich selbst kaputtzumachen. Manchmal ist der nächste Schritt kein Weiterlaufen, sondern erst einmal Atemholen.
Jesaja 40,31 verspricht: „Die auf den Herrn vertrauen, bekommen neue Kraft. Sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“ Gott sagt nicht: „Du musst aus eigener Kraft weitermachen.“ Er sagt: „Vertrau mir – ich gebe dir neue Kraft.“
Vielleicht hast du schon oft für etwas gebetet und bisher hat sich nichts verändert. Vielleicht arbeitest du an einer Beziehung, die schwierig bleibt. Du versuchst eine Gewohnheit loszuwerden. Du kämpfst für einen Traum, der sich noch nicht erfüllt hat. Oder du versuchst einfach, jeden Morgen wieder aufzustehen und deinen Alltag zu bewältigen.
Dann möchte ich dir heute sagen: Dein bisheriger Weg war nicht umsonst. Hebräer 10,35–36 sagt: „Werft dieses Vertrauen auf den Herrn nicht weg, was immer auch geschieht, sondern denkt an die große Belohnung, die damit verbunden ist! Was ihr jetzt braucht, ist Geduld, damit ihr weiterhin nach Gottes Willen handelt. Dann werdet ihr alles empfangen, was er versprochen hat.“
Manchmal ist Durchhalten selbst ein Schritt des Glaubens.
Du musst heute nicht wissen, wann die Ernte kommt. Du musst nur entscheiden, ob du heute den nächsten guten Schritt gehst. Vielleicht nur einen. Und morgen wieder einen. Denn genau daraus entsteht Veränderung: nicht aus einem großen heroischen Moment, sondern aus vielen kleinen Schritten, die du immer wieder gehst.
Deine Herausforderung für heute: Denk heute an eine Sache, bei der du gerade aufgeben möchtest. Frag dich nicht: „Wie soll ich das alles schaffen?“ Frag dich nur: „Was ist der nächste kleine Schritt, den ich heute noch gehen kann?“
Dann geh ihn. Und wenn du müde bist, bitte Gott nicht nur um mehr Kraft. Bitte ihn auch um Weisheit, wann du ruhen sollst.
Sei gesegnet!
„Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.“ — Thomas Edison


