Der Wahlbrief wird in die Wahlurne geworfen

Nach der Wahl

Manch einer ist heute mit einem Kater erwacht. Die einen vom Feiern, die anderen wegen der Katerstimmung, die gestern nach der Wahl herrschte. Die einen freuen sich über das Ergebnis, andere sind verstimmt – der eine oder andere steckt vielleicht sogar in einer Art Schockstarre. 

Unser Land hat gewählt, aber noch viel Arbeit steht den Politikern bevor, denn es heißt, Mehrheiten zu finden und sich für die richtigen Konstellationen und besten Wege zu entscheiden. Wie gut, dass wir in einem politischen System leben, in dem wir wählen dürfen. Aber wir stehen nicht nur alle paar Jahre vor einer politischen Wahl.

Wir haben täglich die Wahl –

zu tun, was Gott gefällt oder nicht, barmherzig zu sein oder wegzuschauen, Licht zu sein, Menschen in Not zu helfen oder auf das eigene Wohl bedacht zu sein, das Gute zu tun und das Böse zu lassen oder sich vom Bösen verführen zu lassen und dem Guten den Rücken zuzuwenden. 

Wir haben die Wahl allein zu kämpfen im Leben oder Gott uns den Sieg schenken zu lassen, uns schutzlos treiben zu lassen oder Gott als Schutz und Schild anzunehmen, unser eigener Herr zu sein oder Gott zu fragen, was dran ist, stehenzubleiben und zu stagnieren oder einen nächsten Schritt zu wagen.

Wir haben die Wahl zu schauen, was alles nicht funktioniert, nicht geht, nicht da ist – oder unsere Gaben und Begabungen einzubringen, über die Welt zu jammern, wie sie ist oder sie besser zu machen, das Leben in allem möglichen zu suchen oder ein erfülltes Leben bei Jesus zu finden, zu tun, was wir wollen oder zu tun, was Jesus für uns vorbereitet hat.

Konsequenzen tragen

Wir haben die Wahl, jeden Tag aufs neue. Bei der Bundestagswahl müssen wir die Konsequenzen tragen, wie wir gewählt haben, denn unsere gewählten Volksvertreter werden unser Land regieren und Entscheidungen fällen, die vielleicht anders aussehen, als wenn wir andere gewählt hätten. 

In unserem Leben müssen wir auch die Konsequenzen unserer Wahlen treffen, denn unsere Entscheidungen haben Einfluss auf unser Leben und unseren Glauben. Und so sehr manch einer nach einer politischen Wahl unzufrieden ist und jammert, so wenig sollten wir über Konsequenzen jammern, die geistliche Entscheidungen mit sich bringen. 

Deutlich wird dies in der Zeit des Mose, als Gott zu seinem Volk spricht: „Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Der Himmel und die Erde sind meine Zeugen. Wählt doch das Leben, damit ihr und eure Nachkommen am Leben bleiben! Entschließt euch, den Herrn, euren Gott, zu lieben, ihm zu gehorchen und euch ihm ganz anzuvertrauen, denn er ist euer Leben. Ihr werdet dann lange in dem Land leben, das der Herr euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen hat“ (5 Mose 30, 19-20 NLB).

Du hast die Wahl

Du hast die Wahl zwischen Segen und Fluch, Segen oder Fluch für andere zu sein, aber ebenso, Segen oder Fluch (also keinen Segen) in deinem Leben zu empfangen. Überlege dir genau, wo du dein Kreuzchen machst, denn für die Folgen bist du verantwortlich – und die Folgen musst du tragen.

Das Volk Israel hat beide Seiten kennengelernt. Ich würde gerne darauf verzichten, die falsche Wahl zu treffen und gegen die Wand zu rennen. Ich würde gerne lieber die Verheißungen und Segnungen Gottes erleben. 

Ich möchte mich lieber für den Weg Gottes entscheiden, in Momenten, in denen alles klar und einleuchtend ist, aber auch in Situationen, in denen ich nicht verstehe, warum Gott diesen oder jenen Weg für mich ausgewählt hat. Denn ich habe in meinem Leben erlebt, dass Gottes Wille, seine Wege, seine Entscheidungen, die besseren sind.

Wie entscheidest du dich? Du hast die Wahl.

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de