Die Freiheit nehm’  ich mir

„Die Freiheit nehm ich mir …“, heißt es in einem berühmten Werbespot einer großen Kreditkartenfirma. Mit dem Thema Freiheit kann man gut Werbung machen. So bezeichnet sich die Insel Amrum als „Insel der Freiheit“, ein Versandhandel für Kleidung, bei dem lange laut aufgeschrien wurde, wenn der Postbote klingelte, warb mit dem Slogan: „Free to be!“ Aber auch den Cowboy, der mit einer Zigarette im Mund für die Freiheit (oder eher für die Zigarette) warb, werden viele noch kennen.   

Sehnsucht nach Freiheit

Freiheit verkauft sich gut. Viele Menschen, wenn nicht sogar die meisten, haben Sehnsucht nach Freiheit. Frei bin ich, wenn ich mit einem großen Kreuzfahrtschiff, das mit grenzenloser Freiheit für Ihren Traumurlaub“ wirbt, unterwegs bin oder wenn ich am Lagerfeuer in der Wildnis sitze. Frei bin ich, wenn ich die richtige Versicherung habe, aber auch, wenn ich das richtige Auto fahre oder das richtige smarte Telefon in der Tasche habe.

Abhängigkeit

Aber diese Freiheit, die mir verkauft wird, trügt oft. Dass mich Zigaretten in eine Abhängigkeit führen anstatt in eine Freiheit, ist bekannt. Und in der Wildnis – ohne Handy-Empfang und Internet fühlt sich auch nicht jeder so richtig frei. So sehr haben wir uns emotional davon abhängig gemacht, immer erreichbar zu sein.

System von Regeln

Wir sehnen uns nach Freiheit und legen uns oft neue Bindungen auf. Das ist im christlichen Bereich leider oft nicht anders. Freiheit bedeutet hier oft, dass ich in ein System von Regeln und „kulturellen Etiketten“ eintrete, in dem manches Mal genau festgelegt ist, wie ich mich zu verhalten und was ich zu tun und zu lassen habe. 

Wer hat uns befreit?

Die Freiheit, die Jesus anbietet, ist eine andere. Paulus bringt sie in einem Brief auf den Punkt. Er schreibt:  „Zur Freiheit hat Christus uns befreit” (Galater 5,1). Ganz einfach. 
 

 Drei Dinge sind mir in diesem Zusammenhang in aller Kürze wichtig.

  1. Es geht Jesus nicht darum, dass wir uns in die Knechtschaft neuer Regeln und Gesetze begeben. Es geht ihm darum, dass er unser Herz verändern möchte, damit wir ihm ähnlicher werden. Dann wird sich ganz automatisch unser Sein verändern. 
  2.  Jesus hat uns befreit (!) zur Freiheit. Durch seinen Tod ist die Macht, die hinter Abhängigkeiten steckt, besiegt worden. Durch seine Auferstehung gibt er uns die Macht, ein neues, ein anderes Leben, ein Leben in Freiheit zu leben. 
  3. Wenn wir Freiheit erleben wollen, müssen wir konkrete Schritte gehen, um Abhängigkeiten hinter uns zu lassen. Aber wir haben eben auch hier die Freiheit, uns dafür zu entscheiden oder dagegen. 

Konsequenzen

Jesus bietet uns Freiheit an – und die wird bei dir vielleicht anders aussehen als bei mir. Er zeigt uns die Tür zur Freiheit (von Süchten, schlechten Angewohnheiten, Charakterfehlern,…).Wir haben die Freiheit, hindurchzugehen oder nicht. Aber wir müssen dann auch die Konsequenzen tragen, ob wir frei werden oder nicht. 

 Wie könnte ein Next Step in Richtung Freiheit bei dir aussehen? 

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de