„Kirchenaustritte auf Rekordniveau: Warum bleibt ihr – wie ich – in der Kirche?“, fragte ich meine Facebookfreunde. Dreißig haben darauf geantwortet. Hier einige Antworten:

Weil ich Gott liebe

„Kirche ist für mich ein Ort der seelischen Heimat! Ist vielleicht merkwürdig ausgedrückt, aber mir würde was fehlen, wenn ich nicht mehr Mitglied der Kirche wäre, obwohl mich die hiesigen Mitarbeiter momentan schon sehr ärgern und traurig machen“ (Ulrike).

„Ich bleib in der Kirche, weil ich Gott liebe. Für die Mitarbeiter bete ich. Ärgern und traurig sein nützt gar nichts“(Sigrid).

„Sigrid, der Pfarrer macht mich traurig und ärgert mich so sehr, dass ich oft überlege, meine Ehrenämter hinzuschmeißen. Das mindert aber keineswegs meinen Glauben und der Pfarrer ist nicht die ‚Kirche’ “(Ulrike). 

„Die Ehrenämter machst du für Gott und nicht für den Pfarrer“ (Sigrid).

Kirche als Leib des Herrn

„Einfach mal so ausgedrückt: Da sind die Aussagen des Neuen Testamentes über die Kirche als Leib des Herrn und die Aufträge, die er der entstehenden Kirche mitgegeben hat, sowie die Zusagen. Mit den Pfarrern, die mich ärgerten oder ärgern wollten, bin ich immer klar gekommen. Selbst als Diakon“ (Karl-Artur).

“Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Wort des ewigen Lebens“ (Barbara).

„Weil Gott uns den Auftrag gab, unsere Nächsten zu lieben. Man kann nicht lieben lernen, wenn man sich nur mit Gleichgesinnten umgibt“ (Florian).

„Ich werde niemals austreten! Könnte niemals ohne Kirche sein, kann kommen was, will“ (Zängejriet Martha).

Von der Wahrheit überzeugt

„Ich bin ausschließlich deshalb katholisch, weil ich von der Wahrheit der Botschaft überzeugt bin. Der ‚Verein’ ist eher Hindernis als Grund, vor allem in Deutschland“ (Jutta Maria).

„Weil es die Kirche Jesu Christi ist und ich ein Teil dieser Kirche sein möchte. Christsein und Kirche gehört für mich zusammen. Die Kirche besteht aus Menschen, die fehlerhaft sind und das bleibt so bis zum Ende der Welt. Weglaufen ändert nichts, jeder sollte an der Kirche mitbauen“ (Ulrike).

„In der Kirche wurde ich getauft, da bekam ich meine Sakramente. In und durch die Kirche konnte der Glaube wachsen, lernte ich Jesus kennen und zu mir nehmen, im Wort und Leib in der hl. Messe… Er erneuert mein Leben immerfort und macht es heil, trotz aller meiner Fehler. Hier lernte ich das Leiden  Christi und das Leid der Menschen zu betrachten… Aus Leid leben lernen… Denn das Leid gehört auch zum Leben. Hier, in der Kirche, lernte ich die Freude schöpfen, die mir keiner nehmen kann… Der Friede, der mich Gott zuhören lässt… In der Kirche lernte ich große Persönlichkeiten kennen, die Heiligen, Priester und Päpste… Ihre Lebensweise und ihre Art der Hingabe an Gott. In der Kirche lernte ich die Liebe Gottes zu uns kennen, aus der Hl. Schrift und von den Menschen, die Jesus nachfolgen. Ich lernte lieben und dienen mit meinen Gaben… Ja, durch diese Kirche habe ich alles bekommen und bekomme ich bis heute“ (Maria). 

Glaube geht nur mit Kirche

„Ich bleibe – weil ich die Kirche als Braut Christi sehe, als Heimat, weil ich überall da zu Hause bin, wo Tabernakel stehen, weil in der Kirche Gottesdienst gefeiert und das Wort verkündet wird, weil ich das Sakrament der Beichte liebe und das Sakrament der Eucharistie liebe und vor allem anderen weil ich Gott liebe, der sich in der Eucharistie verschenkt. Die schlimmsten Klatschweiber der Gemeinde können mich nicht vertreiben“ (Claudia).

„Mir geht es wie Claudia: Ich fühle mich sehr wohl in der Kirche, sie ist mein Zuhause, ich genieße den Gottesdienst, höre gerne Gottes Wort im Evangelium, liebe die Eucharistie und vor allem liebe ich Gott, unseren Vater. Es gibt nicht nur Pfarrer, die jemanden ärgern, ich kenne sehr authentische, wohltuende Priester, die ihre Aufgabe sehr ernst nehmen“ (anonym).

„Christlicher Glaube geht nur mit/in Kirche“ (JesusLoves).

Wir Christen sind Kirche

„Weil es mein geistliches Zuhause ist. Wir Christen sind die Kirche. Nicht ein Pfarrer, der uns nicht gefällt, nicht ein Glaubensbruder, der uns ärgert, nicht das Gebäude und nicht die Institution. Wir alle zusammen, die an Jesus Christus glauben und auf Ihn vertrauen. Wir alle mit unseren Schwächen und Fehlern“ (Renata).

„Weil die Kirche heilsnotwendig ist“ (Peter).

„Gott und sein Haus, die Kirche, sind mein geistliches Zuhause! Die Sakramente und vor allem die Eucharistie sind etwas so Wertvolles, Beglückendes und Stabilität Gebendes, das möchte ich in meinem Leben nicht missen. Es gibt mir Halt, Sicherheit, Orientierung und Sinn“ (Ursula).

„Johannes 14,6: ‚Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich’“(Anna).

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Gerhard Lenz

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