Mann dreht sich nach einem Kreuz um

Schaut nicht zurück!

Diese Geschichte verstört: Gott hat die Nase voll. Zu viel Leid, zu viel Gewalt, zu viel Sünde und zu viel lasterhaftes und gottloses Leben herrschen in den Städten Sodom und Gomorrha. Deswegen kündigt er Abraham – dem Stammvater Israels – an, dass er die beiden Städte vernichten wird. Wer gerecht ist, soll gerettet werden. Aber, es gibt eine wichtige Regel. Gott weist an: „Schau nicht zurück, bleibt nirgendwo stehen, sondern flieht ins Gebirge! Sonst werdet ihr umkommen!“ (1. Mose 19, 17 HfA).

Die Frau von Abrahams Neffen Lot – die übrigens noch nicht einmal namentlich in der Bibel erwähnt wird – tut es dennoch. Und da geschieht es: „Lots Frau drehte sich auf der Flucht um und schaute zurück. Sofort erstarrte sie zu einer Salzsäule“ (1. Mose 19,26 HfA).

Mitgeben auf den Weg

Wenn sie nicht in der Bibel stehen würde, könnte man diese Geschichte in die Kategorie Sage oder Götterfabel einsortieren. Aber sie steht in der Bibel – und das sicherlich nicht zufällig. Also will Gott uns etwas mitgeben auf unseren Weg.

Und wenn Gott so drastisch reagiert, dann scheint es ihm sehr wichtig zu sein: nicht zurückschauen, sonst kommt man um. Nun leben wir nicht in Sodom und Gomorrha, und wir brauchen uns nicht vor drakonischen Strafen von Gott zu fürchten, denn alles, was in unserem Leben schiefgelaufen ist, hat Jesus bereits am Kreuz bezahlt. 

Kurs halten

Dennoch steht diese Warnung im Raum: Schau nicht zurück, sonst wirst du umkommen. Warum sagt Gott so etwas?

Wir werden nicht vorankommen, wenn wir zurücksehen. Menschen laufen nun einmal in die Richtung, in die sie schauen. Versuch doch einmal, deinen Kopf nach hinten zu drehen und dann trotzdem auf einem Weg geradeaus zu laufen. Es wird dir nicht gelingen. 

Den Kurs können wir nicht halten, wenn wir in unserem Leben nach hinten schauen. Sind wir nicht Christen geworden, weil wir irgendwann erkannt und eingesehen haben, dass wir Gott brauchen? Haben wir nicht Jesus als unseren Herrn angenommen, also als jemanden, der unseren weiteren Kurs bestimmen soll? Also – schau nicht zurück!

Wenn wir zurückschauen auf unser altes Leben, dann schauen wir nicht nur von ihm weg, wir verlieren schnell die Orientierung. Plötzlich steht immer wieder ein großes „ABER“ im Raum. Ich möchte als Christ leben, aber … 

Schnell schielen wir wieder auf Dinge, von denen die Welt uns einredet, dass sie wichtig sind, um glücklich zu sein, von denen wir aber wissen, dass sie das eben nicht tun. Besitz, Macht, Charaktereigenschaften und Handlungen, von denen wir wissen, dass Gott sie ablehnt und vieles mehr. 

Zur Salzsäule erstarren

Und plötzlich sind wir in unserem (Glaubens-)Leben blockiert, als wären auch wir auch zur Salzsäule erstarrte. Plötzlich rennen wir wieder wie verirrt und verwirrt durchs Leben und haben die Orientierung verloren.

Wir sollen nach vorne schauen, das Ziel nicht aus den Augen verlieren, weitergehen – denn nur dann werde ich wirklich vorankommen. Nur dann werde ich erleben, was es bedeutet, ein „neues Leben“ zu leben, das neue Leben, das Gott mir schenken will und das mich erfüllt.

Schau nicht zurück. Gib deiner Vergangenheit keinen Raum im Hier und Jetzt und lass sie noch weniger deine Zukunft bestimmen – und du wirst erleben, wie Gott dich an die Hand nimmt und Schritt für Schritt  weiterbringt. 

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de