„Das heißt Opium für‘s Volk“ hat mich letztens jemand angeschnauzt. Schön, wenn Leute ihren Mangel an Bildung offen zutage tragen. Denn wenn man schon zitiert, sollte man es richtig tun. Meiner Meinung nach muss man Karl Marx nicht lesen, aber dann sollte man ihn auch nicht für seine persönlichen Klischees missbrauchen.

Opium ist eine Droge 

Opium ist eine Droge, die bewusstseinserweiternd wirkt. Nur dass hier der Körperchemie etwas zugefügt wird, was nicht dem natürlichen Dasein im Leben entspricht. Die Wirklichkeit vernebelt. So in etwa betrachten Atheisten, inklusive Karl Marx, den religiösen Menschen. Wir Gottgläubigen seien so eine Art Weicheier, die nicht allein im Leben klarkommen und sich einen Gott zusammenfantasieren, der die persönliche Schwachheit und mangelnde Naturkenntnis kompensiert. Oder aber, meinen sie, Religion sei eine Waffe der Mächtigen, um das Volk in Furcht und Gehorsam zu zwingen. Alles das wurde in der Geschichte schon versucht. Aber alles das hat mit dem lebendigen Gott nichts, aber auch gar nichts zu tun. Allen, die so denken spreche ich mein echtes Mitleid für ihre Dummheit aus.

Religion und Geist

„Religio“ kommt aus dem lateinischen und meint die Rückanbindung an den Ursprung allen Lebens und Daseins. Und der besteht nicht in irgendeiner Aminosäure, in der sich zufällig zwei Einzeller begegnen. Und selbst wenn, wissen wir, dass die daraus entstehende Entwicklung bis hin zur Komplexität des Menschseins, nur geistgewirkt sein kann. Der Ursprung ist Geist, Schöpfergeist. Und dieser Geist, den wir Gott nennen, „wohnt in einem Licht, wo niemand hinzukommen kann“. Gott ist nicht verfügbar. Ob du denkst da sei ein Gott oder auch nicht, ist völlig uninteressant. Niemand kann Ihn beweisen. Niemand kann Ihn widerlegen.

Das Leben offenbart sich 

Ich kann Gott nicht, wie einen Privatsekretär, an den Schreibtisch zitieren. Wenn Er sich nicht offenbart, sich dem Menschen mitteilt, bleibt der Mensch mit sich allein. Im Leben, im Sterben und darüber hinaus. Das ist das armselige Schicksal des Atheisten. Ich weiß wovon ich rede, ich war auch mal so einer. Aber Gott teilt sich mit, ist der den Menschen anrufende. Am deutlichsten tut Er dies in der Person Jesus aus Nazareth. Dass wir Ihn den Christus nennen meint, dass Gott sich in Ihm wahrhaftig vorstellt. Und zwar als der Liebende, der die Gemeinschaft mit Seinem Menschen will.

Doch das kann man nicht theoretisch erlernen, das findet auch in keinem Lehrgebäude statt. Nur in der Begegnung kann man das erfahren. Und hier sind Atheisten wie Leute, die behaupten, es gäbe keine Liebe, nur weil sie selbst nie Liebe erfahren oder selbst geliebt haben.

Lass Dich von Ihm anrufen.

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de