Haben Sie die Feiertage gut überstanden? Ja, man muss so fragen. Es ist bekannt, dass gerade zu Weihnachten die Konflikte in der Familie besonders hoch kochen. Die Adventszeit war unter Umständen schon stressig. Man hat sich viel zu viel vorgenommen.

Die Wohnung putzen und gemütlich dekorieren, planen und einkaufen von Geschenken, Weihnachtspost, selbstgebackene Kekse schmecken viel besser, usw. und zum Schluss der Einkauf im Supermarkt. Der Fleischverkäufer aus dem Supermarkt rief zu mir: “Kommen Sie ja nicht am Samstag! Tun Sie sich das nicht an: Kommen Sie am Freitag!

Weihnachtsvorbereitung

Am Sonntag haben wir unseren Weihnachtsbaum geschmückt. Zugegegen, nachdem ich ausgeschlafen hatte. Deshalb konnte ich nach dem Schmücken auch gleich in der Küche verschwinden und mich um das Abendessen kümmern. Gut, dass mein Mann selbstständig ist und sich sein Frühstück alleie machen kann. Zwei Stunden später war ich fertig. Fix und fertig. Kaffeepause mit weihnachtlichem Gebäck. Lecker! Und weiter geht’s. Reste aufräumen. Mann fährt in den Gottesdienst. Ich bleibe zu Hause. Hier noch ein Handgriff und da noch – fertig. Da klingelt es an der Haustür. Alle meine Lieben stehen vor der Tür. Na, das nenne ich Punktlandung.

Fröhliche Weihnachten

“Mir fehlt die Weihnachtsstimmung,” maulte ich bei meinem Mann. “Na, nun wird es aber Zeit! Der Weihnachtsbaum steht doch schon,” antwortet er. Als würde die rechte Stimmung vom Weihnachtsbaum abhängen! Hat Maria im Stall einen Weihnachtsbaum? Nein und trotzdem hat sie alles Wichtige in ihrem Herzen aufgenommen und behalten steht in der Bibel.

Leise rieselt der Schnee heißt es in einem Weihnachtslied. Keine Chance. Der Wetterfrosch zeigt +11° C an. Weihnachtslieder: Nicht so lange meine autistische Tochter anwesend ist. Sie haßt Musik. Tja, vielleicht hätte ich in der Adventszeit doch mal einen Gang zurückschalten und über den Sinn der Adventszeit nachdenken sollen.

Der Sinn vom Advent

Advent heißt Ankunft. Es ist also eine Zeit des Erwartens. Wir warten auf’s Christkind hieß es früher am Heilig Abend im Kinderfernsehprogramm. Es war Fastenzeit. So wie Heute Lebkuchen, Stolle etc. in rauhen Mengen zu essen, so daß man Weihnachten gar keinen richtigen Appetit mehr darauf hat, gab es früher nicht.

Maria

Man geht davon aus, dass sie 14 oder 15 Jahre alt war. Maria war mit Josef verlobt. Das war damals völlig normal und nichts außergewöhnliches. Die Verbindung der Beiden entsprach ungefähr unserer standesamtlichen Trauung. Es war verbindlich.

Jungfrau wird schwanger!

Jungfrau wird ohne intime Kontakte zu einem Mann schwanger! Wie geht denn das? Nun, medizinische Wunder gab es damals noch nicht. Künstliche Befruchtung war noch nicht erfunden. Aber das Alles hatte Maria auch gar nicht im Sinn. Sie wartete auf ihren Josef. Da bekam sie Besuch von einem Engel Gottes. Er erzählt Maria, dass sie schwanger werden wird und einen Sohn gebären wird. Der Name steht auch schon fest. Er soll Jesus heißen. Und der Engel spricht weiter: “Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.”

Ich könnte mir vorstellen, dass Maria erst einmal sprachlos war. In der Bibel steht: “Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem mann weiß?”  Maria ist nicht dumm oder weltfremd. Sie weiß, dass man einen Mann braucht, um schwanger zu werden.

In der antiken Götterwelt wurden alle großen Männe von einer Jungfrau geboren. Aber dahinter steht immer eine natürliche Zeugung. Die Gottheit hatte sexuellen Verkehr mit einer Frau und beim ersten Götterkind spricht man dann von einer Jungfrauengeburt.

Im Neuen Testament wird uns aber ganz anderes berichtet. Hier findet kein intimer Kontakt zwischen Gott und Maria statt. In der Bibel: Lukas 1, Vers 35-37, steht: “Der Engel antwortete und sprach zu ihr: “Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden, und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.”

Wie das praktisch ging, darüber gibt die Bibel keine Auskunft. Kirchenvater Irenäus, 2. Jahrhundert, sagte: “Jede Irrlehre beginnt entweder mit der Leugnung der Jungfrauengeburt oder endet damit.”

In Deutschland zweifeln viele Theologen an der Jungfrauengeburt. Sie hätten diesen Begriff gerne mit “junge Frau” übersetzt. Aber mal ehrlich. Muß ich Gynäkologin sein, um den Unterschied zwischen er “jungen Frau” und einer “Jungfrau” zu kennen bzw. dass das eine mit dem anderen nicht zu tun hat? Mich interessiert, wie die Menschen, die die Jungfrauengeburt ablehnen noch das Glaubensbekenntnis beten können. Da bekennen wir doch: “… von einer Jungfrau geboren”. Wird nun alles, was ich in der Bibel, Gottes Wort, nicht verstehe meinem menschlichen Verstand angepaßt?

Maria macht es uns vor. Sie nimmt die Dinge, wie sie sind und läßt sich von Gott beschenken. In Vers 38 antwortet sie dem Engel: “Siehe ich bin des herrn Magt; mir geschehe, wie du gesagt hast.”

Die Wiederkunft des Baby’s?

Neulich hörte ich von einem Jungen, der jedes Jahr von seinen Eltern in den Weihnachtsgottesdienst mitgenommen wurde. Anfangs dachte er sich gar nichts dabei, wenn in der Krippe die Baby-Figur lag. Doch mit den Jahren registrierte er, dass er selber immer größer wurde, nur das Baby in der Krippe, dieser Jesus, er blieb immer ein Baby!

Das stimmt natürlich nicht. Jesus wurde von Maria und Josef aufgezogen. Denn er war ein Mensch, wie Sie und ich und trotzdem auch Gottes Sohn. Eines Tages wird Jesus wieder kommen. Dann aber nicht als Baby im Stall, sondern als Weltenrichter.

Deshalb ist Advent nicht nur vier Wochen vor Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Jetzt geht mir ein Licht auf! Deshalb fehlte mir die Weihnachtsstimmung. Auf Jesus Wiederkunft zu warten heißt jeden Tag mit IHM zu rechnen.

BeLa für GottinBerlin