ablehnende Frau

Religionsfreiheit

Ich bin froh und dankbar, in einem Land leben zu dürfen, in dem ich meinen Glauben frei leben darf. Das deutsche Grundgesetz (GG) sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1, 2: (1). Wenn Menschen wegen ihres Glaubens in unserem Land angegriffen werden, dann empört sich die Gesellschaft zu Recht! Lass dich nicht unterkriegen und stehe zu deinem Standpunkt.

Gegenwind

Dennoch erlebe ich es – gerade als Christ – dass der Wind, der mir entgegen bläst, rauer und zumindest verbale Attacken häufiger werden. Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich in einer Facebook-Gruppe die Menschen aus unserem Bezirk darüber informiert, dass ich im Bezirk an zwei Schulen Religionsunterricht erteile. Da es eine Menge Vorurteile, manchmal schlechte Erfahrungen, vor allem aber Falschinformationen bezüglich Religionsunterricht versus humanistische “Lebenskunde” gibt, habe ich darauf hingewiesen, dass ich angefangen habe, eine Infoseite zu gestalten, mit Fakten von der rechtlichen Situation in Deutschland, bis hin zu den Fragen: “Ist Religionsunterricht = Christenlehre? Und ist Lebenskunde = Ethik?”

Post löschen

Was geschehen würde, war mir vorher klar: Ich wurde von Menschen, die meinen Post gelesen hatten, aufs übelste beschimpft, nur weil ich Christ bin. Die Kommentare gingen so weit, dass ein paar der Facebook-Nutzer den Admin aufforderten, meinen Post zu löschen (was der nicht tat, warum auch?).

Ablehnung wächst

Die Ablehnung, was den Glauben angeht, wächst. Wenn du dich als Christ “outest”, dann musst du damit rechnen, dass nicht alle Menschen begeistert sind, du sogar massiv abgelehnt wirst. Die Gründe sind vielfältig. Zum einen gibt es sicherlich berechtigte Kritik an Institutionen und natürlich auch an Fakten der Kirchengeschichte. Es gibt Enttäuschungen und schlechte Erfahrungen mit Kirche.

Entscheidung

Ein Grund ist aber auch, dass Menschen manchmal merken, dass sie bei Jesus vor einer Entscheidung stehen. Ein bisschen Christ geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger. Und dass das Christentum nur ein bisschen wahr ist, geht auch nicht, denn Jesus hat nicht gesagt: “Ich bin ein Weg…”, sondern: “Ich bin der Weg!” Nicht: “Ich bin eine Wahrheit…”, sondern “Ich bin die Wahrheit!” (Johannes 14, 6).

Ablehnung

Und das polarisiert automatisch. Wenn ich die Bibel ernst nehme, dann muss ich damit rechnen. Ich persönlich kann mit diesen Angriffen bei Facebook ganz gut leben. Einzig, dass mich auch ein Kirchenmitarbeiter ebenfalls öffentlich beschimpft hat, hat mich traurig gemacht.

Wenn ich die Bibel ernst nehme, dann weiß ich aber auch, dass Jesus solche Ablehnung schon vorausgesagt hat. Ein Beispiel: “Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt” (Lukas 11, 17).

Ich stehe in Situationen, in denen ich angegriffen werde immer vor einer Entscheidung, nämlich mit der Frage: Was ist mir wichtiger? Wie Gott über mich denkt – oder wie Menschen über mich denken?

Lass dich nicht unterkriegen

Übrigens würde in dem gleichen Forum kurz nach meinem Post für ein neues Bordell in unserem Bezirk geworben, was sehr guten Anklang und keine Kritik fand (ein Mann machte sich in einem Kommentar satirisch nur darüber lustig). Es ist ersichtlich, was für ein Geist hinter der Kritik an mir als Christen steht…

Lass dich nicht unterkriegen und sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de