Die Begriffe Himmel und Hölle

Himmel und Hölle, das sind Kontrastbegriffe, wie sie gegensätzlicher nicht sein können. Unser nächstes Webinar am 11.02.18 um 19 Uhr findet unter ” www.GottinBerlin.de livestream” zu diesem Thema statt. Ich halte das für wichtig, da diese Realitäten im Volksmund zu Comicbegriffen verkommen sind. Hölle gilt heute als Ort, wo Tag und Nacht Rock‘n Roll gespielt und Party gefeiert wird. Der Himmel sei dort, wo man gelangweilt auf einer Wolke sitzt und Harfe spielt. Das ist phantasievoll gedacht, aber sachlich so falsch, wie es nur geht. Himmel und Hölle sind keine Orts- sondern Zustandsbeschreibungen. Himmel meint das Sein in der Gegenwart Gottes, Hölle dagegen ein Dasein ohne Ihn und Sein Licht.

Rock‘n Roll in der Hölle?

Wenn Hölle ohne Gott ist, ist sie auch ohne Musik. Alle Musik hat nur eine Grundlage: die Tonleiter. Und die ist nun mal von Gott erschaffen! Heißt auf Deutsch: ohne Gott keine Musik; egal ob Klassik, Jazz oder Rock. Abgesehen davon ist Musik eine Gemeinschaftsangelegenheit. Keiner komponiert, ohne von anderen gehört werden zu wollen. Das gibt der Begriff Hölle nicht her. Denn in diesem Zustand herrscht Kulturlosigkeit, da der Mensch mit sich allein sein muss. Das meint dieser Begriff: ewiges mit sich allein sein müssen.

Harfenspiel im Himmel?

Wer schon mal versucht hat Harfe zu spielen, wird wissen, wie schwierig dieses Instrument zu bedienen ist. Und wer einmal von Queen ‚Love of my Life‘ gehört hat, weiß wie herrlich dieses Instrument sein kann, auch im Rockˋn Roll. Nein, es ist gerade so, dass Himmel Gemeinschaft und Kultur meint. Denn beides gehört unauflöslich zusammen. Und die elektrische Gitarre ist definitiv nicht vom Teufel erfunden. Himmel meint ewig in der Gegenwart dessen zu sein, bei dem alle Schöpfung, alles Leben und alle Kultur ihren Ursprung und damit auch ihr Ziel hat: Gott. Ohne Ihn muss alles versiegen und sterben. Mit Ihm allerdings gibt es kein Verblühen, keine Vergänglichkeit mehr. Das meint Himmel.

Himmel und Hölle in Berlin

Musik gibt es in Berlin im Überfluss. Genauso wie Einsamkeit. Rechnet man die Kinder nicht mit, ist jeder zweite Haushalt in Berlin ein Einpersonhaushalt. Armut und Existenzangst drohen ins Unermessliche zu steigen; wie die Mieten. Das passt nicht zusammen und zeigt wie zerrissen diese Stadt ist. Sie spaltet sich mehr und mehr in Glamour und Elend auf. Diese Entwicklung ist eindeutig höllisch zu nennen. Nur das das von Menschen gemacht wird; von Leuten, die mit Engelszungen reden und dann dämonisch regieren. Wir bräuchten dringend wieder etwas Himmel, heißt Gottes Gerechtigkeit und Fürsorge unter uns. An Gott, wie Er sich in Jesus gezeigt hat, glauben meint doch nicht ein paar fromme Übungen an den Tag legen. Es geht um eine Herzenshaltung, die nicht auf Kosten, sondern zugunsten anderer Kreaturen leben will. Die Frage nach Gott ist auch immer die Frage nach mitmenschlicher Gerechtigkeit. Sollten wir so weitermachen, werden wir mehr und mehr in die Hölle schlittern. Mit Ihm zusammen könnten wir etwas von dem Himmel vorabbilden, den Gott für uns bereitet hat. Willst du allein bleiben?

Thomas Nachtigall, Berlin-Lankwitz für GottinBerlin.de