gekentertes Schiff

Wesentliches

“Stille Nacht, heilige Nacht…” – wenn man den Medien traut, dann wird dieses Weihnachten etwas ruhiger und “besinnlicher” ablaufen als in den letzten Jahren. Die Menschen, so heißt es, würden sich wieder mehr auf das “Wesentliche” (den Heiland?)  besinnen. 

Ob das wirklich so ist, wage ich mit Verlaub schon ein Stück zu bezweifeln. Zumindest waren die Einkaufsstraßen gefühlt weniger leer als in den letzten Jahren – nachdem die Menschen herausgefunden haben, dass “Click and Collect” (im Internet bestellen und dann vor Ort abholen) bei vielen Geschäften möglich ist. 

Wer bitte raucht denn schon einen Heiland?

“Fröhliche Weihnacht überall, tönen durch die Lichter froher Schall…” – Gestern las ich in einer großen Tageszeitung die “Männerkolumne Ü50”. Der Autor fragte sich, wie er Kinder von heute noch für die Weihnachtsgeschichte begeistern könnte. Denn, so schreibt er: “Mit Ochs und Esel brauche ich meiner Zehnjährigen nicht mehr zu kommen.” Ganz nach dem Motto: Heiland? Wer bitte braucht denn schon einen Heiland?

Der Autor heißt Leif Lasse Anderson und er beginnt, die Weihnachtsgeschichte in das Hier und Jetzt zu adaptieren: “Und es begab sich zu der Zeit, zweimal 1000 und noch 20 Jahre, nachdem der Heiland geboren war, und die pandemische Plage hatte das Land heimgesucht und alles Volk sollte sich impfen lassen.” 

Corona geht immer, denkt er sich. “So machten sich auch Blogger Joe und Influencerin Mary auf den Weg, wie Statthalterin Merkel es dem Volke geheißen hatte. Doch als sie am Impfcenter ankamen, war dies nur für Greise und sie waren müde und Mary schwanger und über allen Häusern lag ein Beherbergungsverbot”*, fährt er fort.

Es beschäftigt viele Menschen – und eben auch Kinder – dass mit dieser Welt etwas nicht stimmt. Irgendwie ist sie nicht mehr so, wie sie sein sollte. Themen wie “Hunger in der Welt” oder die “Klimakrise” sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und seit einem Jahr Corona – verbunden mit verschiedenen Ängsten und Sorgen. 

Die Welt schreit nach Erlösung

Die Welt ist nicht mehr so, wie sie gedacht war. Das stimmt. Deswegen ist Weihnachten wichtiger denn je. Die Welt schreit nach Erlösung – nicht nur nach Erlösung von Corona, sondern auch Erlösung von Krieg, Streitsucht, Egozentrik, Narzissmus und deren Folgen. 

Die Menschheit hat sich schon vor Generationen von Gott abgewendet und leidet heute unter den Folgen. Wir wollen selber bestimmen, selber Herr über unser Leben sein. Nur, wenn das “Schicksal” uns dann mit voller Wucht trifft, dann klagen wir Gott an. 

Dabei hat der vor über 2000 Jahren schon die Lösung geschickt – kein Update des neuesten Anti-Virus-Programmes, sondern sich selbst. Weil die Welt so dringend einen Heiland braucht, einen Retter, einen Christus, hat Gott ihn schon lange geschickt. Er selbst wurde Mensch, damit wir ihn erkennen – und damit er – Gott – uns von unserem Egoismus und den Folgen retten kann. 

Angebot annehmen

Sich auf Weihnachten besinnen heißt, dieses Angebot annehmen. “Glaube an Jesus, den Herrn, dann wirst du gerettet, zusammen mit allen in deinem Haus”, so verkünden es die beiden Apostel Paulus und Silas (als sie wieder einmal für ihren Glauben im Knast saßen). Auch wenn sich Weihnachten für viele so anfühlt, als wäre die Welt ein Kreuzfahrtschiff, so ist sie aber eher die Titanic. Die war nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg auch nicht mehr so, wie sie mal erdacht wurde.

Dieses kleine Baby in der Krippe in Bethlehem ist das Rettungsboot. Ich kann es weiterhin ignorieren, weiter so machen wie immer. Ich kann Gott auch weiterhin für das Leid in der Welt anklagen. Aber all das ändert nichts an seiner Liebe zu dir. In diesem kleinen Baby streckt Gott dir die Hand entgegen. Er spricht dir zu: “Du bist nicht allein in deiner Angst und Not. Ich bin bei dir, wenn du das zulässt! Und auch, wenn diese Welt eine gefallene Schöpfung ist, viel Schlimmes in ihr passiert, so ist sie nicht alles. Du musst nicht allein kämpfen und du fällst nicht ins Nichts, wenn du irgendwann die Augen zumachst. Ich verspreche dir nicht, dass alles einfach wird, aber, dass ich das beste aus deinem Leben mache!”

 “Frohe Weihnacht” – nicht nur “Schöne Festtage” – das ist mein Wunsch für dich! Denn wir feiern Weihnachten die Geburt Jesu: “Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter und Heiland zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr” (Lukas 2, 11 HfA).

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de