Kennst du Geschichten aus deinem Leben, wo du dachtest, das letzte Wort sei gesprochen und dann kam alles ganz anders? Da stand Maria von Magdala vor dem leeren Grab. Sie wollte den Leichnam Jesu noch einmal pflegen. Alle Träume und Hoffnungen waren mit ihm gestorben und begraben worden. Und nun schienen sie selbst seinen toten Körper gestohlen zu haben. Blick ins Leere. Das leere Grab scheint nun ihr eigenes Ende zu sein.

Sie war bei ihm, als die Jünger flohen. Sie stand unter dem Kreuz, als seine Leute sich versteckten. Sie blieb treu bis zu seinem letzten Atemzug. Nun schaut sie in ein dunkles Felsengrab und es scheint das Grab ihres eigenen Lebens zu sein. Doch dann der Perspektivwechsel, die Aufforderung sich umzudrehen, weg vom Grab. Und dann hört sie seine Stimme: „Maria“. Und sie erfährt ihn, den jeder Mensch für sich persönlich erfahren muss, als erste: den auferstandenen lebendigen Jesus. Und in dieser Begegnung ersteht ihr eigenes Leben zu einer neuen Wirklichkeit auf.

Den Mächtigen, die Jesus aus dem Weg räumen wollten, wird eine Ohnmächtige entgegengestellt. Eine Frau, die gesellschaftlich nichts galt, vor Gericht noch nicht einmal Zeugenaussagerecht hatte, wird zur Hauptzeugin seiner Auferstehung. Jesus hat sie dazu gewürdigt, denn sie liebte bis zum Schluss. Deshalb darf sie den neuen Anfang eröffnen. Leben aus Jesu Auferstehung, das ist die neue Macht, die sich von nun an den Gesetzmäßigkeiten dieser Welt entgegenstellt. Brauchst du auch ein neues Leben?

Übrigens, hätten sich die Schreiber der Evangelien die Auferstehung Jesu ausgedacht, sie hätten es sich nicht so schwer gemacht und Maria Magdalena zur Hauptzeugin erwählt. Gott hat sie erwählt. Er fängt von unten an. Die, die nichts bedeuten sind für Ihn bedeutsam; und Er deutet ihnen den Weg.

Allen Gesegnete Ostern!

Der Herr ist auferstanden!

und jeder soll bekennen:

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Thomas Nachtigall, Berlin Lankwitz für GottinBerlin.de