“Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind, weil wir so brav sind. Das sieht selbst der Petrus ein.  Er sagt: »Ich lass’ gern euch rein. Ihr wart auf Erden schon die reinsten Engelein«”. 

Wir sitzen in einem kleinen Wohnmobil eines älteren Pärchens – beide schon über 80 Jahre alt, als diese anfangen, dieses alte Lied von Jupp Schmitz aus den 50igern zu singen. Die beiden Herrschaften stehen auf dem Campingplatz uns gegenüber und waren die letzten Tage absolut hinreißend zu unseren Kindern.

Geschichten

Morgen fahren sie ab – und so haben sie gefragt, ob wir nicht noch zu einem Abschieds-Trunk herüberkommen wollen, wenn die Kinder schlafen. Und hier sitzen wir nun, hören Geschichten vom Krieg und wie es die beiden aus dem jetzigen Polen in die ehemalige DDR verschlagen hat. Und wie sie die Wende erlebt haben.

Leben und Tod

Als sie hören, dass ich Pastor bin, kommt natürlich das Thema “Leben und Tod” zur Sprache und eben das Lied: “Wir kommen alle in den Himmel.” Die beiden älteren Herrschaften sind erst seit einem Jahr ein Paar. Beide haben schon den Tod der alten Partner verkraften müssen, nun genießen sie ihre Tage zusammen – wie gesagt, mit über 80 Jahren in einem wirklich klitzekleinen, selbst ausgebauten Campingbus an der polnischen Ostsee. Großartig.

Angst vor dem Tod

Ob ich Angst vor Corona und dem Tod habe, werde ich gefragt. Nun, krank wird, glaube ich, niemand gerne. Und im Zweifelsfall gibt es sicherlich eine schönere Art zu sterben als an einer Lungenkrankheit. Ich habe mit ansehen müssen, wie mein Stiefvater an Lungenkrebs starb. Wenn ich könnte, würde ich eine andere Todesart wählen: Abends einschlafen und morgens einfach nicht mehr aufwachen – das wünschen sich wohl die meisten.

Aber vor dem Tod an sich habe ich keine Angst. Ich lebe gern – das Leben ist schön. Deshalb wäre ich schon noch gern eine Weile hier. Aber ich weiß auch: Das Beste kommt noch. Als Jesus einmal mit seinen Freunden über seinen eigenen Tod spricht, sagt er: »Seid nicht bestürzt und habt keine Angst! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Denn im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten. Und wenn alles bereit ist, werde ich zurückkommen, um euch zu mir zu holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin.«

Leben mit Jesus

Wenn ich mit Jesus lebe, dann ist der Tod nichts Schlimmes, dann sterbe ich nicht ins Nichts. Eine Sache fasziniert mich bei diesem Thema besonders (es ist mir bewusst, dass diese Rechnung hinkt, aber sie ist ein wunderschönes Bild): 

Die Bibel berichtet, dass Gott diese Erde in sechs Tagen erschaffen hat. Und diese Erde ist wunderschön. Wenn Jesus nun schon seit fast 2000 Jahren an einer “neuen Welt” baut, um wie viel schöner muss die dann sein?

Alles nur “Beruhigung der Seele”, um die Angst vor dem Tod zu vertreiben? Vielleicht ist mit dem Tod ja doch alles aus – und man erzählt sich nur Geschichten, um im Leben hier nicht zu verzweifeln.

Unsere Chance

Jesus selbst ist einen wirklich furchtbaren Tod gestorben – am Kreuz – um uns die Chance zu geben, Versöhnung mit Gott zu erleben. Er hat bezahlt für alles, was in unserem Leben schiefläuft. Aber mit seinem Tod war nicht alles vorbei, sondern fing eigentlich alles erst an, denn drei Tage später erschien er den Menschen wieder. Gott hat ihn auferweckt – und so sehr mein logisch denkendes Hirn sich dagegen sträubt, so sehr ist es wahr.

Was kommt nach dem Tod?

Und wenn einer weiß, was nach dem Tod kommt, dann Jesus. Deswegen kann ich als Christ fast fröhlich nach vorne schauen. Ich zumindest weiß, dass ich dort hinkomme, was wir im Allgemeinen mit Himmel versuchen zu bezeichnen. Und die “Wohnungen” dort werden unbeschreiblich sein. Aber bis es soweit ist, will und werde ich das Leben hier auf Erden noch genießen. 
 

Was bewegt dich?

Was bewegt dich, wenn du an daran denkst, dass wir einmal sterben müssen? Bist du dir sicher, “gerettet” zu sein? Wenn nicht, dann lade ich dich ein, mit Gott darüber ins Gespräch zu kommen. 
 
Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de

Bei diesem wunderschönen Lied von “Elevation Worship” kann man Untertitel einschalten und dann auf “deutsch” umstellen. Lohnt sich, wenn man den Text im Original nicht versteht.