Können Sie sich noch an den Unsinn der 68-er erinnern?

Eine neue Gesellschaft braucht auch einen „neuen Menschen“. Aber dieser muss auch irgendwie sozialisiert und erzogen werden. Nach Horkheimer ist die Ehe-Familie, die bürgerliche Familie, die massenpsychologische Grundlage des Faschismus. Von daher kann sie nicht aufrechterhalten werden, denn sie formt einen „autoritären Charakter“.

Dieser Charakter ist undemokratisch, er ist verbogen. Die Familie produziert den „faschistischen Charakter“, einen zur Demokratie unfähigen Menschen, der religiös verdummt, unaufgeklärt und verkrüppelt ist. Außerdem ist sie (die Familie) nur der kulturelle Kit für ein brüchiges kapitalistisches System. Da das System „schuld“ ist am Faschismus, muss also die Ehe-Familie als der Kernbaustein zerstört werden, damit das ganze System kollabiert. Am Fundament der Familie, gemeint ist Mann, Frau, Kind, wird derzeit verstärkt gerüttelt.

In der sogenannten  Frankfurter Schule gab es keine Sünde eines einzelnen Menschen oder moralische Schuld – der Mensch ist in sich gut – er wird nur von außen verbogen. Das ist das grundlegend falsche Denken der Intellektuellen in der Gesellschaft: Der Mensch ist an sich gut, die Umstände machen ihn krank. Jede gesellschaftlichen Fehlentwicklung ist nicht auf die Sündhaftigkeit des einzelnen Menschen zurückzuführen,  man  sucht die Schuld im System. Wenn das System sich ändert, kann auch der “Neue Mensch” entstehen. Welch ein Trugschluss. Dennoch wird weiter an der Umpolung der Gesellschaft und des Menschen gearbeitet:

Die Familie wird zum gesellschaftlichen Risiko für Freiheit und Selbstverwirklichung. Von daher muss der „neue Mensch“ sozialisiert werden durch eine Kollektiverziehung. Das Recht der Eltern auf Erziehung, wie es im Grundgesetz Art. 6 noch dargelegt wird, muss also unterlaufen werden. Die 68er praktizierten dann die „antiautoritäre Erziehung“ in Kommunen und Kinderläden. Herbert Marcuse und die Frankfurter Schule waren dafür der geistige Wegbereiter. Der „antiautoritäre Charakter“ verweigert sich gesellschaftlichen Erwartungen und lebt nach dem Lustprinzip. Für Rudi Dutschke war antiautoritäres Handeln auch ein Weg, der Vergangenheit und der Schuldfrage der Väter zu entkommen.

Das Kommune-Projekt wurde die Keimzelle der antiautoritären Bewegung. Was da mit Kinderläden, freien Schulen und anderen Einrichtungen ausprobiert wurde, war alles eine Umsetzung dieser grundlegenden Idee, die wichtigsten Lebenszusammenhänge einer Familie zu zerstören.

Erziehung zum Ungehorsam hieß die Lösung der 68er. Eltern ließen sich konsequent nur noch mit Vornamen anreden, bis heute. Vater und Mutter als positive Bindungsworte wurden abgeschafft. In Kommunen und Kinderläden wurden Kinder zu einer Experimentiermasse für die Bildung des „neuen Menschen“ und der „neuen Gesellschaft“. Damit sich die Kinder auch nicht auf ein bestimmtes Elternpaar fixieren, mussten auch Frauen getauscht werden.

Wie zur Schaffung des neuen Menschen die Familie zu zerstören war, dafür gab es in China durch die Mao-Revolution das Vorbild. Man löste die Familie auf und bildete Kommunen. Alle Sozialbeziehungen sollten zerstört werden. Das propagierte besonders auch der Gründer der Kommune I (KI): Dieter Kunzelmann. Alle Sicherheiten einer kleinen Familie sollten zerstört werden, Privatsphäre abgeschafft, Besitz verallgemeinert – alles, was Sicherheit geboten hatte, sollte zerstört werden. Dass solche zerstörten Menschen nachher viel leichter zu manipulieren sind, darüber sprach natürlich niemand.

Die ersten Kinderläden

Es entstanden die ersten Kinderläden. Einen wirklichen Neuanfang – die echte Schaffung eines neuen Menschen – das konnte nur über Kinder gelingen, die noch nicht „von dem Alten verseucht“ waren. Im Mittelpunkt stand dabei auch wieder die frühkindliche Sexualität, die heute weiter differenzierter fortgeführt wird. Diese kindliche Sexualität sollte jetzt explizit gefördert werden.

So sollten sie zu Menschen werden, die Autorität widerstehen könnten. Das öffnete allen Perversionen Tür und Tor. Umgesetzt wurden dabei die Lehren von Wilhelm Reich und Herbert Marcuse. „Das Ziel Marcuses ist die Zerstörung des Leistungsprinzips: Das wäre der „erlöste Mensch, der auch vom Ich erlöst und in dem alle Transzendenz zur Ruhe gekommen ist“. Marcuse plädiert deshalb für die Freigabe der Perversion. Geschlechtliche Perversionen sind für ihn Urbilder völliger Freiheit und Erfüllung. Wilhelm Reich zusammen mit Marcuse versprechen den Intellektuellen die „Erlösung“ durch die sexuelle Revolution.“

Dass Kinder in dieser Zeit immer wieder missbraucht wurden und sogar Pädophilen vom Jugendamt (Berlin) bewusst zur Erziehung anvertraut wurden, ist inzwischen aufgedeckt. Die “Grünen”, die damals damit sympathisierten, haben sich zwischenzeitlich davon distanziert, sind “lernfähig” geworden.

Hesekiel klagt Gott über sein Volk

„Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine Heiligtümer; sie machen keinen Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und lehren nicht, zu unterscheiden zwischen dem
Unreinen und dem Reinen. Sie verbergen ihre Augen vor meinen Sabbaten, und ich werde entheiligt in ihrer Mitte.“ (Hes 22,26)

Grundsätzlich ist die Wirkung von ideologischen Gedanken auf uns nicht neutral: Glaube ich einer Grundlüge, dann baut sich darauf ein in sich logisches Gedankengebäude auf. Es stürzt erst dann ein, wenn die Grundlüge nicht mehr geglaubt wird. Aber solch eine Erkenntnis kann dann nur noch der Heilige Geist geben, denn der Mensch ist in einem sich stets vergrößerndem Lügengebäude gefangen.

Wir alle müssen sehr wachsam bleiben. Sowohl die Christen als auch die Atheisten. Neue geistige und ideologische Verführungen kommen auf uns zu. Der Mensch bleibt sündhaft und auch in Zukunft unberechenbar. Der NEUE MENSCH entsteht nur durch die Änderung seiner Gesinnung durch den Geist Gottes.

Lesenswert sind die weiterführenden Gedanken von Rosemarie Stresemann mit Ihrem Beitrag: DIE GEISTLICHEN WURZELN DER 68-er BEWEGUNG. www.waechterruf.de

Wezi für GottinBerlin