Dankbarkeit ist ein warmes Gefühl, das sich einstellt, wenn man etwas Positives erlebt oder erhalten hat. Kinder sind oft natürlich dankbar und bringen das zum Ausdruck. Sie können über alles staunen, was sie entdecken – egal ob es Büroklammern sind, ein neues Tier oder er Inhalt eines Werkzeugkastens. Hat die Tante etwas mitgebracht, was Dankbarkeit auslöst, dann wird das sichtbar – an den strahlenden Augen. Egal, ob dem Dank Worte folgen oder nicht.

Demut

Dankbarkeit hat mit Demut zu tun. Es beginnt mit der Erkenntnis, dass man die schönen Dinge im Leben nicht für selbstverständlich hält, sondern sie als Geschenk wahrnimmt.

Zu einem Geschenk gehört auch der Schenkende – Gott, die Natur, das Leben, ein anderer Mensch. In gewisser Weise ordnet sich der Dankbare dem Beschenkenden unter. Der Blick auf den anderen und das, was man von ihnm erhalten hat, löst Dankbarkeit aus.

Manche Menschen mögen aus genau diesem Grund die Dankbarkeit nicht: Sie wollen von nichts und niemandem abhängig sein. Andere schätzen genau das Wissen darum, auf dieser Welt nicht allein zu sein, sondern andere an ihrer Seite zu haben.

Wir sind eingewoben in ein vielfältiges Netz aus Verbindungen und Beziehungen – in dem wir einander geben und voneinander empfangen und so das Leben bereichern können. Wie wunderbar.

Denk mal
Wann warst du zuletzt dankbar?
Wofür? Und wem?

Mach mal
Beobachte, wenn du das nächste Mal Dank spendest oder empfängst, wie es dich mit dem anderen verbindet.

Auszug aus: Dankbar leben – Zufriedenheit entwickeln und entfalten
Autor: Kerstin Haak
Mit freundlicher Genehmigung von www.down-to-earth.de

Bei Interesse lass dich von den weiteren 21 Impulsen bereichern.

Niemand ist eine Insel

Buchtitel von Johannes Mario Simmel