Füße bleiben vor einem Vers auf dem Gehweg stehen

Gott ist Liebe!

Gott ist Liebe – das war einer der Gründe, warum ich als Christ leben wollte. Gott ist kein Kontroll-Freak, niemand, der mir seinen Willen aufzwingt, mich knechtet oder verbiegen will oder dem ich blind gehorchen muss. Vertrauen, ja! Aber kein blinder Gehorsam, wie bei einem Diktator. Gott ist Liebe. 

Seine Liebe umwirbt mich, bietet mir an, mich zu verändern, mich zu heilen, zu trösten, frei zu machen. Seine Liebe streckt mir die Hände entgegen und lädt mich ein, an sein Vaterherz zu kommen. Sie ist immer für mich da, ist bedingungslos und unbezahlbar. 
 
Diese Liebe liebt auch, wenn sie einseitig ist. Sie hofft auf mich, glaubt an mich, diese Liebe hört niemals auf. Sie ist 24 Stunden für mich erreichbar und wird mich nie enttäuschen. Das ist die Liebe Gottes und noch viel mehr. 
 

In der Liebe bleiben

Über einen Aspekt bin ich aber dann doch gestolpert. In 1. Johannes 4, 16 (HfA) heißt es: Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
 
Als Christen haben wir dies erkannt. Vielleicht haben wir diese Liebe nicht ganz ergriffen, aber wir wissen, dass Gott uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn Jesus für uns hergab, der sich hat umbringen lassen, damit uns alles vergeben werden kann, was zwischen Gott und uns steht. 
 
Deswegen vertrauen Christen auch dieser Liebe. Jemand, der solch ein unbeschreibliches Opfer tut, dessen Liebe muss so groß sein, dass man eben mit Haut und Haaren trauen kann. Aber jetzt kommt der Punkt, denn jetzt heißt es: „Wer in der Liebe bleibt…“
 

Entscheidung

Ich habe die Entscheidung „in“ der Liebe Gottes zu bleiben oder sie zu verlassen. „Gott liebt mich“, ist ein Satz, den ich leicht sagen kann, aber er bedeutet etwas anderes als: „Ich bleibe in der Liebe!“ In der Liebe bleiben bedeutet keinen flüchtigen Besuch, wie man früher die Oma zum Kaffee besucht hat. 
 
Es ist auch kein Lehrsatz, den ich am besten auswendig lerne. Auch hat dieser Satz nur bedingt mit Gefühlen zu tun, denn Gottes Liebe für mich gilt auch, wenn ich es gerade nicht spüre oder fühle. In der Liebe bleiben drückt eine Beziehung aus, eine Entscheidung, die ich jeden Tag neu fällen kann. 
 
In der Liebe bleiben bedeutet, dass ich mich entscheide, Beziehung mit Gott zu leben. Mich erinnert das ein Stück an ein Theaterstück oder Filmdreh. Das Licht der Scheinwerfer leuchtet auf einen bestimmten Punkt. Der Schauspieler kann im Licht stehen oder aber daneben im Dunkeln.
 
So ist das mit der Liebe Gottes auch. Ich kann das Wissen haben, dass Gott mich liebt, aber dennoch im Dunkeln stehen. Ich kann umgekehrt aber auch ausblenden, dass Gott mich liebt, aber mitten im Lichtkegel seiner Liebe stehen und seine Liebe erleben. 
 
Gott ist Liebe – wann hast du das letzte Mal diese Liebe gespürt? Wann hast du dich das letzte Mal bewusst entschieden, in dieser Liebe zu sein? Lass dich heute lieben, es tut gut!
 
Sei gesegnet!
 
 

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleitenhttps://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de