Am 21. Juni beim Gropiuslauf mit Schwiegersohn und drei Enkeln.
Ich stamme aus einer katholischen Familie. Meiner Mutter gab ihr Glaube Halt, sie betete täglich und ging jeden Sonntag in die Kirche. Mein Vater tolerierte das, besuchte aber höchstens zu Weihnachten die Kirche, da er in seiner Jugend schlechte Erfahrungen mit Katholiken gemacht hatte.
Mit 10 Jahren wurde ich Ministrant und später Lektor, mit 18 Jahren Pfarrjugendleiter. Ab diesem Alter gründete und gestaltete ich als Chefredakteur die Zeitschrift „Dialogikus“, die sich vor allem kritisch mit der kath. Kirche auseinandersetzte und in ihrer Blütezeit eine Auflage von monatlich 5.000 Exemplaren erreichte.
Als in Deutschland dann fast alle Illustrierten Artikel über die „Jesus People“ und ihren Pastor Volkhard Spitzer brachten (Drogensüchtige wurden da durch Jesus frei von ihrer Sucht), beschloss ich, etwas über sie zu schreiben und fuhr zu einem „Jugendmeeting“ in deren Gemeinde am Nollendorfplatz. Ich wusste schon, was ich ungefähr schreiben wollte: „Flucht in die religiöse Innerlichkeit – statt durch politisches Engagement die Welt zu verändern.“ Doch dann kam alles ganz anders.
Die Songs beim Jugendmeeting und die Predigten von Pastor Spitzer begeisterten mich. Nicht so angestaubt und langweilig wie in meiner Kirche! Ich ging immer wieder dorthin und staunte, dass sie laut zu Jesus wie zu einem guten Freund beteten und glaubten, dass er ihr Leben ändern und Wunder vollbringen könne. Und immer hatten alle eine Bibel dabei, in der sie ständig nachschlugen.
Ich beneidete sie um ihren starken Glauben und fing an, an einem Abend alle vier Evangelien hintereinander zu lesen. Meine Liebe zu Jesus wuchs von Stunde zu Stunde und ich entdeckte, dass er in inniger Verbindung zu seinem Vater im Himmel gelebt und sich immer wieder zum Gebet zurückgezogen hatte. So fing auch ich an diesem Abend zu beten an: „Jesus, wenn es dich wirklich gibt, dann komm in mein Herz und lass mich deine Nähe spüren.“
Nach einigen Stunden des Ringens im Gebet durchflutete mich plötzlich ein Gefühl der Wärme und Liebe, wie ich es bis dahin nicht gekannt hatte. Ich wusste, Jesus hatte mich in diesem Moment als sein Kind angenommen. Es war die Nacht vom 28./29. Januar 1972. Diesen Jesus wollte ich jetzt näher kennenlernen, für ihn leben und beschloss, statt Politologie und Geografie die Fächer Deutsch und katholische Theologie zu studieren. Um meinen Glauben zu vertiefen, schloss ich mich einem charismatischen Gebetskreis an, der von zwei Jesuitenpatres geleitet wurde, die lebendige Abende und Gottesdienste mit uns gestalteten. In diesen Kreis schleppte ich eines Tages ein Mädchen, das auch von Jesus gepackt wurde und das ich später zum Traualtar führte. Jetzt sind wir bald 39 Jahre verheiratet, haben vier erwachsene Töchter und sechs Enkelkinder.
Nach meinem Studium war ich von 1976 – 2014 Lehrer, Konrektor und kommissarischer Schulleiter an einer katholischen Grundschule in Berlin. Meine Hauptfächer waren Deutsch, Mathematik und Religion. Außerdem habe ich die Webseite der Schule gestaltet und ein PC-Netzwerk von fast 90 Rechnern aufgebaut und betreut. Kaum in den Ruhestand versetzt habe ich noch einmal für sieben Monate eine Krankenvertretung an einer staatlichen Schule übernommen. Im Schuljahr 2015/2016 dann für ein halbes Jahr an einer kath. Schule. Diese glückliche Zeit in meinem Traumberuf als Lehrer geht am 31. Januar 2016 nun erneut zu Ende. Einer aber bleibt immer an meiner Seite: Jesus.
Ohne ihn kann ich mir ein erfülltes, glückliches Leben nicht mehr vorstellen. Er hat uns durch alle Schwierigkeiten des Lebens hindurchgeführt und wird uns auch in dunklen Stunden immer nahe sein. Mein Herzenswunsch: Dass immer mehr Menschen ihn kennen und lieben lernen!
Gerhard Lenz
  1. 3. November 2016

    nice

  2. 19. Juni 2016

    The answer of an exretp. Good to hear from you.

  3. 18. Juni 2016

    Going to put this arcltie to good use now.

  4. 5. September 2015


    Was ich alles noch nicht über den Mann wusste, der in meiner katholischen Heimatpfarrei Maria Frieden für mich schon in meiner Firmzeit 1990 immer ein “Alteingesessener” war – allen in meiner Pfarrei selbstverständlich bekannt, für mich in meiner damaligen jugendlichen Wahrnehmung aber EINFACH NUR ERZKONSERVATIV: ALLES !!! …was ich über diesen Beitrag von ihm persönlich erfahre…! :)) ALL DAS WUSSTE ICH ÜBERHAUPT GAR NICHT ÜBER IHN !!! (Wie schade…, im Nachhinein!)

    Wie erstaunlich für mich umso mehr, dass ich ihm in dieser Woche nun schon zum zweiten Mal völlig unvorhergesehen begegnet bin, bzw. auf ihn stieß:

    – DAS ERSTE MAL am Montag bei meinem Vorstellungsgespräch in derselben Schule, an der er so lange engagiert tätig war (und mittlerweile SCHON WIEDER tätig ist :)) – von wegen “endgültig vorbei” …!!! :))

    – DAS ZWEITE MAL beim Surfen auf dieser Seite…!

    Und dabei wusste ich beide Male zunächst – bis eben – gar nicht, dass ich SO VIELE GEMEINSAMKEITEN mit ihm habe…!!!!!
    – Nämlich:
    1. Um meinen Glauben zu vertiefen, schloss ich mich dereinst einem
    charismatischen Gebetskreis an … und studierte später Kath.Theologie.
    2. Wir haben denselben Traumberuf.
    3.Wir teilen dieselbe Gewissheit: Einer bleibt immer an meiner Seite – mehr
    noch – erfüllt mich: Jesus!
    Ohne ihn kann ich mir ein erfülltes, glückliches Leben nicht mehr vorstellen.
    ER IST DIESES LEBEN IN MIR. Die dunklen Stunden in meinem Leben sind
    dazu da, um mich von ihm an sein Herz ziehen zu lassen, damit er selbst in
    neuer Qualität darin einziehen, mich formen und selbst reifen lassen kann.

    AUCH MEIN HERZENSWUNSCH IST: Dass immer mehr Menschen Gott (Jesus) kennen und lieben lernen und SELBSTÄNDIG IHREN WEG MIT IHM / SEINEN WEG MIT IHNEN (…? ;) )GEHEN !!!

    Ich freue mich über soviel Übereinklang zwischen uns inmitten des göttlich inspirierten Vielklangs all jener weltweit, die sich bewusst für Gott Jesus entschieden haben !

    Ganz herzliche Grüße!
    Stefanie

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